Slowenien gelingt Überraschung

Lukas Horak #61, Matyas Melovsky #11 IIHF World Championship 2026 SLO – CZE, BCF Arena, Fribourg © Hockeyfans.ch / Christoph Perren
Slowenien startete heute Abend in die Weltmeisterschaft gegen Tschechien, das gestern bereits gegen Dänemark siegreich war.

Keine drei Minuten waren gespielt, als Slowenien bereits die erste Strafe nahm. Die Formation um David Tomasek und Filip Hronek spielte beinahe komplett durch und immer wieder kamen die Pässe von Roman Cervenka. Slowenien hatte Glück, in dieser Situation noch nicht in Rückstand zu geraten.

Der erste Abschluss auf Dominik Pavlat gab Slowenien in der siebten Minute ab. Kurz vor Drittelhälfte musste ein erster Tscheche auf die Strafbank. Zuerst wollte es Slowenien zu schön machen. Eine Kombination konnte Marcel Mahkovec nicht abschliessen, der Pass rüber auf Matic Torok erwies sich als besser. Dieser traf backhand zum überraschenden 1:0 für Slowenien. Bei diesem Stand blieb es auch bis zur Pausensirene.

Tschechien startete mit einem weiteren Beinstellen in den Mittelabschnitt. Diese Unterzahl überstanden sie. Und direkt nach Ablauf der Strafe fing Matyas Melovsky einen Puck in der gegnerischen Zone ab, stürmte allein auf Lukas Horak los und zwang ihn zu einem Abpraller. Martin Kaut stocherte den Puck schliesslich über die Linie.

Die Tschechen strahlten nun eine andere Körpersprache aus und waren tonangebend. Dank Lukas Horak stand es aber nach wie vor 1:1. Immer wieder zeichnete sich der slowenische Schlussmann mit Glanztaten aus.

Es brauchte ihn auch während der Strafe von Robert Sabolic. Tschechiens Powerplay war nicht schlecht, aber man war zu ineffizient. Mittlerweile resultierte aus 21 Schüssen gerade mal ein Tor. Auf der anderen Seite hatte Slowenien eine Torschusseffizienz von 25% (1 von 4 Schüssen gingen ins Tor). Lukas Sedlak schaffte es für Tschechien dann doch noch, die erstmalige und verdiente Führung zu erzielen.

Slowenien zeigte sich vor allem bei Fehlern der Tschechen sehr aufsässig. Doch Tschechien war weiter Herr der Lage und konterte blitzschnell. Melovsky war nahe am 3:1, traf in der 45. Spielminute aber nur den Pfosten.

Es stand somit nicht 3:1 für Tschechien, sondern bald 2:2. In der 49. Spielminute gewann Slowenien ein seltenes Bully in der Offensivzone. Der abgegebene Schuss prallte an einem Spieler ab und wurde zur Vorlage für Anze Kuralt, der direkt abschloss und zum Ausgleich einnetzte. Für die tschechischen Fans war es zum Haare raufen.

Tschechien drückte nun auf das dritte Tor, doch Horak war in der 54. Minute einmal mehr sensationell gegen den Ablenker von Michal Kovarcik. Wem gelang noch der Lucky Punch? Keinem. Es ging in die Overtime und da entschied tatsächlich Slowenien das Spiel! Das hätte wohl niemand gedacht.