Der HC Orli Znojmo gewinnt bei den Black Wings in Linz mit 5:2 und fordert im EBEL Finale damit Titelverteidiger Salzburg.
Bereits in der Anfangsphase war zu spüren, dass der HC Orli Znojmo diese Serie in Spiel 6 entscheiden wollte. Colton Yellow Horn, Antonin Boruta und Roman Tomas vergaben gleich zu Beginn drei Großchancen. Nach fünf Spielminuten erzielten die Gäste aus Tschechien die verdiente Führung. Roman Tomas profitierte von einem Fehlpass im Aufbauspiel der Linzer und traf halbhoch ins kurze Eck. Nur drei Minuten später erhöhten die Adler auf 2:0. Michael Ouzas ließ einen Schuss von Corey Trivino abprallen und Martin Podesva verwertete den Nachschuss aus kurzer Distanz ins Kreuzeck. Nach den beiden Gegentoren wurden die Linzer stärker und kamen immer besser ins Spiel. In der zwölften Spielminute ließen die Black Wings die Heimfans erstmals jubeln. Andrew Kozek reagierte bei einem Getümmel vor dem Tor von Patrik Nechvatal am schnellsten und drückte den Puck über die Linie.
Im zweiten Drittel machten sich die Linzer wie schon in den letzten Spielen das Leben mit unnötigen Strafen selbst schwer. Sie versuchten zwar immer wieder ihr Spiel mit schnellen Kombinationen aufzuziehen, konnten jedoch nie so richtig Druck erzeugen. Die größte Chance der Black Wings im Mittelabschnitt hatte Kozek in der 26. Spielminute. Er scheiterte jedoch bei einem Konter an einer starken Reaktion von Nechvatal. In der 30. Spielminute war es wieder eine dieser zuvor erwähnten Strafen, die den Black Wings zum Verhängnis wurde. David Franz musste wegen High-Sticking zwei Minuten vom Eis und die Gäste aus konnten die Zwei-Tore-Führung wiederherstellen: Tomas erzielte im Powerplay mit einem Distanzschuss seinen zweiten Treffer des Spiels und stellte auf 3:1.
Auch im Schlussabschnitt wirkten die Linzer müde und nicht spritzig genug. Der HC Orli Znojmo konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und ließ kaum Chancen zu. In der 49. Spielminute trafen die Gäste zum dritten Mal in diesem Spiel in Überzahl. Der Routinier Peter Pucher nutzte einen schweren Fehler von Torhüter Ouzas aus und schoss souverän zum 4:1 ein. Sieben Minuten vor Spielende war es wiedereinmal Andrew Kozek, der die Hoffnung bei den Linzern aufkeimen ließ. Nach einem schönen Pass von Sebastien Piche traf Kozek aus spitzem Winkel ins lange Eck. Eine Strafe gegen Robert Lukas zwei Minuten vor Schluss machte jedoch die Bemühungen auf den Anschlusstreffer der Linzer zunichte. 1:10 vor Spielende setzte Ondrej Sedivy mit einem Empty Net Treffer im Powerplay den 5:2-Schlusspunkt und fixierte den ersten Finaleinzug der Tschechen in der Erste Bank Eishockey Liga. Da der EC Red Bull Salzburg in Villach ins Finale einzog, qualifizierte sich Linz für die Champions Hockey League.