Die Amerikanerinnen dominieren Deutschland über weite Strecken und feiern einen ungefährdeten Shutout-Sieg.
Die USA haben sich an der Frauen-Weltmeisterschaft in Esbjerg gegen Deutschland souverän mit 5:0 durchgesetzt. Vor 718 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Hockey Arena Esbjerg bestimmten die Amerikanerinnen von Beginn an das Geschehen. Das Schussverhältnis von 38:13 unterstreicht die deutliche Überlegenheit des US-Teams.
Bereits im ersten Drittel geriet Deutschland erheblich unter Druck. Die Amerikanerinnen dominierten die Partie mit 18:5 Torschüssen, mussten sich allerdings bis zur 14. Minute gedulden, ehe Casey O’Brien nach Vorarbeit von Caroline Harvey und Lacey Eden das 1:0 erzielte (13:58). Nur 21 Sekunden vor der ersten Pause erhöhte Emma Peschel auf 2:0. Kirsten Simms und O’Brien hatten den Treffer vorbereitet.
Auch im Mitteldrittel fand Deutschland kaum Mittel, um sich aus der amerikanischen Umklammerung zu befreien. Die USA kamen zu weiteren 14 Abschlüssen, während die deutsche Offensive lediglich zweimal auf das Tor von Gwyneth Philips schoss. Alex Carpenter sorgte in der 26. Minute nach Zuspielen von Hilary Knight und Kelly Pannek für das 3:0.
Bemerkenswert war dabei die Verteilung der amerikanischen Abschlüsse. Während sich Deutschland häufig auf die Defensive konzentrieren musste, kamen die USA immer wieder zu Schussmöglichkeiten aus dem offensiven Drittel. Besonders im zweiten Abschnitt zeigt die Schusskarte eine ausgeprägte Konzentration der amerikanischen Angriffe rund um die deutsche Verteidigungszone.
Im Schlussdrittel konnte Deutschland das Spiel zumindest hinsichtlich der Torschüsse ausgeglichener gestalten. Beide Mannschaften verzeichneten sechs Abschlüsse. An der amerikanischen Überlegenheit auf der Anzeigetafel änderte dies allerdings nichts.
Abbey Murphy erhöhte in der 50. Minute nach Vorarbeit von Hannah Bilka und Taylor Fox auf 4:0. Den Schlusspunkt setzte Joy Dunne in der 55. Minute mit dem 5:0. Caroline Harvey und Tessa Janecke steuerten die Assists bei.
Für die deutsche Torhüterin Sandra Abstreiter war es trotz der fünf Gegentreffer ein arbeitsreicher Nachmittag. Sie parierte 33 der 38 amerikanischen Torschüsse. Auf der Gegenseite benötigte Gwyneth Philips lediglich 13 Paraden, um ihren Kasten sauber zu halten.
Die entscheidende Phase spielte sich in den ersten 40 Minuten ab. Mit 32:7 Torschüssen und einer 3:0-Führung hatten die Amerikanerinnen die Partie bereits vor dem Schlussabschnitt weitgehend entschieden. Deutschland konnte zwar im letzten Drittel mehr offensive Akzente setzen, blieb aber ohne Torerfolg.
Für die USA war es ein überzeugender Auftritt mit fünf verschiedenen Torschützinnen. Deutschland hingegen muss insbesondere die Schwierigkeiten beim Spielaufbau und die geringe offensive Durchschlagskraft der ersten beiden Drittel aufarbeiten.