Sportgerichtshof hebt IIHF Urteil gegen Russland auf

Der internationale Sportgerichtshof hob heute die Sperre gegen russische Eishockeynationalteams auf. Damit ist eine Teilnahme Russlands bereits ab den World Juniors 2027 in Edmonton möglich.

Was war der Auslöser dieser Entscheidung? Der IIHF entschied, dass alle russischen Eishockeyteams auch 2027 nicht an IIHF-Bewerben teilnehmen können. Das Argument war, dass der IIHF die Sicherheit der russischen Mannschaften an den Turnieren nicht gewährleisten könne.
Der russische Eishockeyverband legte am 25. August 2026 Berufung ein. Die Anhörungen fanden am 23. und 26. Oktober vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS statt.
Heute kam das Urteil und dieses ist brisant.
Der CAS gab den Argumenten des russischen Verbandes in den Kernpunkten recht und hob die IIHF Entscheidungen auf. Laut Urteil ist der IIHF verpflichtet, die Teilnahme russischer Mannschaften an den relevanten IIHF-Turnieren der Saison 2026-27 sicherzustellen. Die CAS-Entscheidung ist endgültig und kann nicht angefochten werden.

Der IIHF zeigte sich mit dem Aspekt des Urteils nicht einverstanden und betont, dass die Entscheidungen des IIH notwendig waren und wären, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und die Integrität der Wettbewerbe zu wahren.
Obwohl der IIHF die Autorität des CAS respektiert und entsprechend handeln wird, bleiben die Bedenken, die den Einschätzungen zugrunde lagen, bestehen.
Der IIHF wird umgehend die erforderlichen Schritte und den Zeitaufwand zur Umsetzung der Regelung und zur Bewältigung ihrer operativen Folgen prüfen. Die Sicherheit aller Beteiligten und die Integrität jeder Meisterschaft stehen dabei im Mittelpunkt.

Nun gibt es aber viele Fragezeichen, die rund um dieses Urteil entstehen. So müsste man zum Beispiel bei den World Juniors, die bereits am 26. Dezember in Edmonton beginnen, das norwegische Team als Aufsteiger wohl wieder ausladen. Ob dies zwei Monate vor Turnierbeginn noch so einfach zu regeln ist, wird sich zeigen. Doch dies ist eine noch relativ einfache Angelegenheit.
Viel schwieriger wird es für den IIHF, wenn es um die A-Weltmeisterschaft in Deutschland geht. So müsste wohl der Aufsteiger Ukraine seinen Platz an Russland abgeben. Dazu kommt noch ein Aspekt, dass es möglicherweise Nationen geben könnte, die Spiele gegen Russland ablehnen oder vielleicht auch gar nicht zu den Turnieren anreisen könnten.
Dieses Urteil des internationalen Sportgerichtshof bringt den Sport nun endgültig dorthin, wo er nicht sein sollte – in die Politik.
In den nächsten Tage und Wochen wird es sicher noch zahlreiche Wendungen in dieser Angelegenheit geben. Wie bereits weiter oben erwähnt: Die erste Teilnahme eines russischen Teams wäre in knapp zwei Monaten.