Die Slowakei gibt den 2-Punkte-Vorsprung aus der Hand und muss den Heimweg antreten. Schweden steht im Viertelfinale.
Die Slowakei erwischte den besseren Start. Nach der ersten guten Chance durch Marek Hrivik, dessen Schuss Magnus Hellberg noch parieren konnte, ging die Slowakei in der fünften Minute in Führung. Eine schnelle Angriffsauslösung über Patrik Koch und Adam Sykora brachte schliesslich Martin Chromiak im Tor unter.
Sam Hallam nahm die Coach’s Challenge aufgrund eines möglichen Offsides. Doch nach erfolgtem Videostudium konnte der On-Ice-Entscheid (Tor) nicht umgestossen werden. Schweden kassierte 2 Minuten wegen Spielverzögerung und hätte beinahe den zweiten Gegentreffer kassiert. Doch der Schuss von Kristian Pospisil traf die Querlatte.
Schweden reagierte bis auf weiteres kopflos. Ein unnötiges Halten von Erik Brannstrom führte zur zweiten Strafe der Tre Kronor in der ersten Drittelhälfte. Sowohl Martin Fasko-Rudas als auch Adam Liska waren nahe am Abstauber nach einem Abschluss von Hrivik auf Hellberg. Ihm war es zu verdanken, dass es nur 0:1 aus Sicht der Schweden stand.
Bei einem weiteren Schuss von Liska in der zwölften Minute atmeten alle tief durch, denn der Puck rollte bei Hellbergs Schoner durch, ging aber knapp am Pfosten vorbei. Von da an sah man erstmals die Schweden in der Offensive. Der erste Schuss auf Samuel Hlavaj folgte erst in der 14. Spielminute.
Kurz darauf war eine Strafe gegen Martin Pospisil wegen Torhüterbehinderung angezeigt. Die Slowaken hätten monieren können, dass die Behinderung ihres Goalies kurz vorher nicht gepfiffen wurde. Nun allerdings hätte der erste Slowake auf die Strafbank müssen, doch Anton Frondell löste mit dem 1:1 die angezeigte Strafe auf.
Die Slowaken hatten offensiv die besseren Möglichkeiten, die Schweden kamen erst gegen Ende des Drittels auf Betriebstemperatur.
Zu Beginn des Mittelabschnitts drehten die Schweden das Spiel. Eine 2 gegen 1-Situation nutzte Jakob Silfverberg eiskalt aus und bezwang Hlavaj zwischen den Schonern. Schweden war nun endgültig im Spiel angekommen und drückte weiter. Plötzlich brachten die Slowaken für eine Weile keinen Fuss mehr vor den anderen. Kurz vor Spielhälfte traf Simon Holmstrom den Pfosten und verfehlte damit den dritten Treffer Schwedens nur um wenige Millimeter.
Bei einem Entlastungsangriff der Pospisil-Brüder in der 31. Minute ging der Puck knapp am Tor vorbei. Praktisch im Gegenzug liess Ivar Stenberg sein Gegenüber Frantisek Gajdos mit einer Körpertäuschung alt aussehen und beförderte den Puck ins hohe Eck. Das 3:1 für Schweden war somit Tatsache und die Slowaken aufgrund ihrer Spielanteile etwas konsterniert.
Die Slowakei kam dank eines Überzahlspiels in der 37. Minute aber wieder ran, als Marek Hrivik den freiliegenden Puck neben Hellberg im Tor unterbrachte. Der schwedische Schlussmann war daraufhin noch zweimal stark gefordert.
Martin Pospisil tippte den fliegenden Puck vor Hellberg nur leicht an. Der Schwede reagierte glänzend und hielt die knappe Führung. Auch gegen den Versuch von Filip Mesar in der 40. Minute, dessen Schuss gefährlich abgelenkt wurde, rettete Hellbergs Fanghandschuh noch vor der Torlinie. Die Slowakei war wieder dran. Es fehlten nur wenige Zentimeter.
Die absoluten Topchancen blieben in der ersten Hälfte des Schlussabschnitts aus. Schweden verteidigte die knappe Führung geschickt, die Slowaken mussten langsam offensiv präsenter werden, will man den Viertelfinaleinzug nicht verpassen.
Die Slowakei war zu Beginn der Schlussphase aber eher mit Verteidigen in der eigenen Zone beschäftigt. Die Schweden spielten sehr aufsässig. Nachdem Hlavaj dann doch das Tor verliess, verpasste Kristian Pospisil vor Hellberg. Der Treffer ins leere Tor kam prompt.
Die Slowakei gab somit den 2-Punkte-Vorsprung aus der Hand. Schweden steht im Viertelfinale und trifft entweder auf Finnland oder die Schweiz.