Salzburg machte mit einem 4:0 den Sack zu

EC Red BUll Salzburg Atte Tolvanen #35, © Puckfans.at / Werner Krainbucher
ICEHL Titelverteidiger EC Red Bull Salzburg steht nach dem heutigen 4:0 Heimsieg über den KAC wieder im Finale. Atte Tolvanen gelang dabei sein erstes Shutout in diesen Playoffs.

Die Red Bulls (ohne Ty Loney) erwischten wieder einen optimalen Start. Nach einer anfänglichen Druckphase aufs Klagenfurter Tor zog Dennis Robertson in der 4. Minute aus Halbdistanz ab und hämmerte die Scheibe zur frühen Führung ins Netz. Danach öffneten die Gäste das Spiel, es ging hin und her, wobei die Red Bulls zunächst weiterhin die besseren Möglichkeiten hatten. In dem sehr hart geführten Spiel erhöhte dann Troy Bourke für die Salzburger auf 2:0 (12.). Der Kanadier nahm die Scheibe, die Klagenfurts Goalie Sebastian Dahm nicht festhalten konnte, hinter der Torlinie, legte sie sich blitzschnell selbst auf und chipte sie an der Stange vorbei ins Tor. Der KAC sorgte aber weiter für ein schnelles Auf und Ab und prüfte Salzburgs Schlussmann Atte Tolvanen mit guten Schüssen, etwa Thomas Hundertpfund (13.) halbverdeckt aus Halbdistanz, Steven Strong gleich danach und Rihards Bukarts (15.). In den letzten Minuten sorgten beide abwechselnd für Gefahr, v.a. bei ständigen Gedränge vor den Toren. Nach einem packenden ersten Abschnitt lagen die Hausherren mit 2:0 vorn.

Im zweiten Durchgang ging es hin und her mit wechselndem Momentum. In der 22. Minute ließ Klagenfurts Lucas Lessio die Scheibe abgefälscht nur um Zentimeter am Tor vorbei. Kurz darauf zeigte Atte Tolvanen bei einem guten Gäste-Powerplay sein ganzes Können, wie auch beim Schuss von Manuel Ganahl frei aus dem Slot (31.). Doch es trafen wieder die Red Bulls, Kapitän Thomas Raffl stellte im Powerplay mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel aufs 3:0. In den letzten Minuten vor der Pause drückten die Salzburger wieder gewaltig, hatten mehrere gute Möglichkeiten, u.a. im Powerplay, die jetzt aber an Sebastian Dahm abprallten. Nach 40 Minuten führten die Red Bulls mit 3:0, hatten es aber weiterhin mit einem bissigen und gefährlichen KAC zu tun, der auf Augenhöhe spielte und hart in die Zweikämpfe ging.

Im Schlussdrittel wurde das enge ‚Kopf-an-Kopf‘-Rennen fortgesetzt. Gute Szenen wechselten sich vor beiden Toren ab. Peter Schneider probierte es aus Halbdistanz mit einem wuchtigen Schlagschuss (46.), kurz darauf auch Mario Huber (48.). Der KAC blieb gefährlich, spielte weiter nach vorn, biss aber permanent auf Granit. Die Abwehr der Red Bulls arbeitete konsequent nach hinten und ließ nur selten gute Schüsse zu. Dann nahm der KAC wieder früh den Goalie vom Eis, ab der 51. Minute spielten sechs Klagenfurter Feldspieler. Zwei-, dreimal verfehlten die Red Bulls das leere Tor. Es folge ein Powerplay ab der 54. Minute, die Gäste wieder mit Torhüter. Anschließend ging es wieder ohne Torhüter weiter und diesmal gelang der Empty-Net-Treffer. Lucas Thaler netzte zum 4:0-Sieg ein (59.) und stellte damit auch den verdienten Endstand her. Riesengroßen Anteil an dem neuerlichen Erfolg vor einer prächtigen heimischen Kulisse hatte Torhüter Atte Tolvanen, der nicht nur in der Endphase mehrmals großartig reagierte und sein insgesamt viertes Saison-Shutout feierte. Im Finale wartet nun der HCB Südtirol Alperia, der sich gegen Wien ebenfalls mit 4:1 Siegen durchsetzte.

Salzburgs Kapitän Thomas Raffl: „Es war einfach unglaublich. Die großartige Heimspielatmosphäre hat uns richtig stark geholfen, war wie ein sechster Mann. Wir haben insgesamt eine extrem gute Serie gespielt, waren sehr kompakt und hatten am Ende auch noch ein paar Körner übrig. Den Sieg haben wir uns heute aber trotzdem wieder hart erarbeiten müssen, hatten aber wieder einen guten Start und haben uns dann keine Fehler mehr erlaubt.“