Die Schweiz liefert mit diesem 7:6 Sieg in letzter Sekunde gegen Weltmeister Schweden die erste große Überraschung des Hlinka Gretzky Cup 2026.
Die Schweiz musste nach der gestrigen Niederlage gegen Kanada heute im zweiten Spiel gegen Schweden ran. Diese feierten gestern einen knappen 4:3 Overtime Sieg über die Slowakei.
Für Jonah Neuenschwander war das gestrige Spiel im ersten Drittel verloren. Er sah aber das man ohne dieser Phase im Startdrittel gegen Kanada ein besseres Resultat erreichen hätte können. Darauf konnte man heute also aufbauen. Im dTor stand wieder Luca Blaser und dieser sah einen erneut guten Start seiner Vordermänner. Dank Noel Rotheli hies es nach etwas mehr als drei Minuten auch bereits 1:0. Die Schweiz hatte weiter mehr Spielanteile doch Wilson Boumedienne bezwang in der 9.Minute den 17-Jährigen erstmals an diesem Nachmittag. Dieses mal blieben die Schweizer aber weiter konzentriert und blieben ihren Spiel treu und dies wurde in der 17.Minute mit der erneuten Führung durch Sebastian Weber belohnt. In der 19.Minute musste dann der Torschütze als erster Spieler dieser Begegnung auf die Strafbank und genau dieses Powerplay nutzten die Schweden 16 Sekunden vor der ersten Pause durch Dorian Douglas Johnsson zum 2:2 Ausgleich.

Das zweite Drittel gehörte dann zu Beginn wieder ganz den Schweizern und so gelangen auch Tore. Nilo Gionola nach nur 112 Sekunden und Alessandro Domenichelli weitere 70 Sekunden später sorgten für den zwei Tore Vorsprung der U28 Eisgenossen Nur wenige Sekunden später musste dann wieder Weber auf die Penaltybox und wieder schlugen die Schweden mit einem Mann mehr durch Oliver Sundberg zu. Die Schweizer durften dann ebenfalls einmal in Überzahl ran doch trotz eines guten Powerplays blieb der Treffer aus. In der 33.Minute waren die Schweden plötzlich wieder im Spiel als Olle Tornqvist Luca Blaser bezwingen konnte und so hiess es 3:3. Ein weiteres Powerplayto, Jonah Neuenschwander war auf der Strafbank brachte vier Minuten später die Schweden mit ihren dritten Powerplaytreffer im dritten Powerplay erstmals in Führung.

Im Schlussabschnitt kassierten dann die Schweden gleich zwei Strafen in Folge und diese doppelte Überzahl nutzte Jonah Neuenschwander zum raschen Ausgleich in der 43.Spielminute. Die Schweizer waren in der Folge das mutigere Team und so suchte man mehr den Sieg als der Vizeweltmeister. In der 43.Minute dann aber wieder ein Powerplay der Schweden doch dieses konnte erstmals gestoppt werden da auch Goalie Luca Blaser mit einem tollen Save bei einem frei stehenden Schweden aus kurzer Distanz die Fanghand ausfuhr. Die Schlussphase wurde hektisch und dies spielte scheinbar den Schweden mehr in die Hände doch immer wieder war Luca Blaser zur Stelle und hielt sein Team weiter im Spiel. Mit dem 43. Schuss auf sein Tor musste sich der 17-Jährige aber doch geschlagen geben. Nun überlegte man sich auf der Spielerbank bereits Luca Blaser vom Eis zu holen doch ein erfolgreiches Powerplay und einem platzierten Schuss ins kurze Eck durch Sam Neff wurden diese Pläne wieder verworfen. Dann wurde es ganz verrückt – Schweden wollte den Sieg doch ein Fehler führte zu einem Break und Kellan O’Leary bediente Sebastian Weber der mit seinem zweiten Tor im Spiel 1,5 Sekunden vor dem Ende die Schweiz zum Sieg schoss. Damit waren der Doppeltorschütze und Luca Blaser der gleich 50 Schüsse auf sein Tor bekam die Matchwinner dieses 6:5 Erfolgs.

Stimmen zum Spiel:
Schweiz Goalie Luca Blaser: Ich bin sehr glücklich, eine Sekunde vor Schluss – es gibt nichts schöneres. Auf die Frage über seine Saves im Schlussdrittel – Es hat sicher mitgeholfen aber am Ende hat das ganze Team für diesen Sieg beigetragen. Das ich gestern bereits im Einsatz war hat mir heute sicher viel geholfen aber wie auch in der Saison, jedes Spiel ist etwas anders.
Schweiz Head Coach Fabio Schumacher: Gewinnen zut immer gut, gegen Schweden fühlt es sich noch etwas besser an. Vor allem wenn ich die letzten drei Jahre zurück schaue. Im letzten Jahr hatten wir schon gute Spiele doch heute hat es einmal geklappt. Zu viele Tore erhalten aber ausnahmsweise auch viele geschossen. Das Penaltykilling war nicht gut, wir haben aber 50 Minuten das Hockey gespielt das wir wollten und die Dinge richtig umgesetzt. Es gab eine Phase wo wir es nicht gemacht haben und da haben wir die Gegentore erhalten. Die Jungs haben definitiv aus dem Spiel gestern gelernt.