Review: Kanada der verdiente Turniersieger

Team Canada gewinnt den Hlinka Gretzky Cup 2026 ohne einer Niederlage. Die Top Prospects setzten dabei wieder klare Zeichen. Die Schweiz ist das Überraschungsteam des Turniers.

Die Kanadier erzielten in diesem Turnier gleich 34 Tore wobei Maddox Schultz mit 10 (3+7) Punkten und Jaakko Wycisk 10 (2+8) Punkte die Spitze der kanadischen Riege bilden. Unter den Top 10 Scorern dieses Turnier befinden sich mit dem US Amerikaner Gavin Burcas der als bester „Nicht Kanadier“ mit 8 Punkten (5+3) auf Platz 4 liegt.
Der Slowake Tomas Selic 5 (5+3) auf Platz 6 und der Schweizer Alessandro Domenichelli mit 7(2+5)auf Platz 9 schafften es ebenso noch in die Top 10.
Der 16-Jährige Maddox Schultz war überhaupt der jüngste Spieler des kanadischen Teams und sein Captain Landon DuPont verglich ihn sogar ein wenig mit dem jungen Crosby. Darauf angesprochen meinte Maddox Schultz etwas sprachlos: „Was? „Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Er ist einfach großartig. Das ist echt nett von meinem Kapitän. Er hält offensichtlich sehr viel von mir.“
„Ich versuche einfach, richtig zu spielen, ohne im Geringsten eingeschüchtert davon zu sein, gegen ältere Spieler zu spielen.“

Schultz Maddox #19
2026 gold medal game HLINKA GRETZKY CUP United States (USA) vs Canada (CAN)
© Puckfans.at / Marc Mutzner

Neben Maddox Schultz wird auch noch sein Linienkollege und Teamkollege bei den Regina Pats erst 2028 gedraftet werden.
Spieler des Finals war aber wohl der in Alberta geborene und in der Schweiz und Deutschland aufgewachsene Landon DuPont.
DuPont war bereits im letzten Jahr in Tschechien mit dabei als man sich im Halbfinale dem US Team 3:4 unterlag.
Dies war damit einer der ganz großen Ziele, sich am US Team zu revanchieren. Mit dem klaren 8:1 Sieg gelang dies eindrucksvoll. DuPont war mit vier Vorlagen auch zugleich der Punktbeste Spieler der Kanadier in diesem Finale.
Mit dieser Revanche gelang auch der erhoffte Turniersieg: „Vom ersten Tag an war es unser Ziel, Gold zu gewinnen. Wir haben mit einem Blitzstart losgelegt und haben früh den ersten Treffer erzielen könne. Wir haben von da aber an weitergemacht und in jedem Wechsel hart gekämpft. Wir haben haben weiter Tore erzielt, und unser Powerplay lief wie am Schnürchen. Es war also ein guter Abend für uns, den wir nie vergessen werden.“, so Landon DuPont über den Hlinka Gretzky Cup Titel.
Für Landon DuPont heißt sein nächster Karrierewunsch auch im Dezember in Edmonton mit dabei zu sein. Da finden die World Juniors 2027 im Rogers Place statt. „Ich habe bereits als Kind dieses Turnier geschaut und mir gesagt da will ich einmal selbst spielen.“

Team USA Head Coach Reid Cashman, Hlinka Gretzky Cup Pre-Game CZE – USA, Rogers Place Edmonton, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die US Amerikaner können mit vier Siegen trotzdem recht zufrieden sein . Head Coach Reid Cashman blickte so auch trotz der klaren Niederlage positiv auf dieses Turnier zurück. „Ich bin trotzdem unglaublich stolz auf dieses Team. Heute Abend lief es nicht so, wie wir es uns gewünscht hätten, aber wenn ich das Turnier als Ganzes betrachte, war es fantastisch zu sehen, wie diese jungen Männer zusammengefunden und auf höchstem Niveau gespielt haben. Diese Jungs haben alle eine vielversprechende Zukunft vor sich, und ich freue mich darauf, ihre weiteren Wege zu verfolgen.“

Den schlechtesten Auftritt seit 2013 legte Schweden hin. Mit Spieler wie Oliver Sundberg der mit 6 (4+2) Topscorer seines Teams wurde sowie den beiden Top Prospect Milan Sundström und Douglas Johnsson war von den Schweden klar mehr zu erwarten als nur der siebende Turnierplatz. So konnte man in der Gruppenphase nur die Slowakei in der Overtime bezwingen. Mit Niederlagen gegen gegen die Schweiz und Kanada rettete dann ein alles andere als großartige Vorstellung gegen Deutschland ein 4:2 Erfolg im Spiel um Platz 7 noch vor dem letzten Turnierplatz.
Ebenso zeigten sich die Tschechen enttäuscht vom diesjährigen Abschneiden. So gab es in der Gruppenphase nur einen Sieg gegen Deutschland und im Spiel um Platz 5 musste man sich dann auch noch der Schweiz geschlagen geben. Die Tschechen beendeten dieses Turnier damit auf Platz 6 und dies ist die schlechteste je erreichte Platzierung an einem Hlinka Turnier.

Luca Blaser #31, Oliver Sundberg #23, Philip Moser #4, Hlinka Gretzky Cup SWE – SUI, Edmonton, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die Schweiz gehört zu den Gewinnern dieses Turniers. Als vermeintlicher Aufsteiger der Division 1A darf man an der Weltmeisterschaft in den USA im April aber durch die kurz fristen Rückkehr der Weißrussen nicht teilnehmen. So gelang der Mannschaft von Trainer Fabio Schumacher gleich zwei große Nationen in einem Turnier zu bezwingen. Dies führte am Ende zum starken 5.Endplatz. Dies war am starken Rückhalt von Goalie Luca Blaser, der in diesen beiden Spielen gegen Schweden und Tschechien insgesamt 96 Schüsse auf sein Tor erhielt. Unter der Führung von Top Prospect Jonah Neuenschwander und Topscorer Alessandro Dominichelli sowie eines guten Team Gefüge konnte das beste Resultat an diesem Turnier seit 2002 eingefahren werden wo unter dem heutigen ÖEHV Teamchef Roger Bader erst das Spiel um Platz 3 verloren gegeben werden musste. „Der fünfte Platz ist eine gute Sache, das hätten wir vor dem Turnier sofort genommen wenn uns das jemand gesagt hätte.
Head Coach Fabio Schuhmacher: „Mit dem Sieg gegen Schweden und Tschechien ist das Turnier siecher positiv verlaufen.“