
Die Kanadier konnten sich gegen ein im Mitteldrittel erstarktes Schweden behaupten und gewinnt schlussendlich verdient.
Nach erstem Abtasten ging die erste Grosschance bereits ins Tor. John Tavares vollendete eine Dreier-Kombi nach dem perfekten Pass von Darnell Nurse. Kanada ermöglichte gleich darauf den Schweden in Überzahl zu spielen. Das Powerplay der Schweden blieb ungenutzt.
Das Geschehen spielte sich bis zur Drittelhälfte vermehrt auf den Außenbahnen ab, die Schüsse wurden beidseits jeweils früh geblockt und brachten noch nicht die große Gefahr. Plötzlich tauchte Mark Scheifele alleine vor Magnus Hellberg auf, doch dem Kanadier entglitt der Puck im letzten Moment.
Die Schweden wurden stärker und setzten sich in der 12. Minute ein erstes Mal fest. Robert Haag schoss von der blauen Linie und Ivar Stenberg lenkte unhaltbar ab. Die Szene wurde aber nochmals auf dem Video geprüft. Der Stock war zu hoch, das vermeintliche 1:1 wurde aberkannt.
Stenberg selbst hatte noch etwas Frust in sich und sorgte 28 Sekunden später mit einem Cross-Check gegen Darnell Nurse in Bandennähe für das nächste Videostudium. Die Strafe wurde schließlich auf zwei Minuten begrenzt. Die Schweden überstanden sie, nicht aber die kanadische Druckphase in der 16. Minute.
Es war eine Strafe gegen Schweden angezeigt, doch trotz Gewühl vor dem Tor brachte Ryan O’Reilly den Puck ins Netz. 2:0. Gegen Ende des ersten Abschnitts hatte Stenberg beinahe eine Unachtsamkeit der Kanadier nutzen können. Jet Greaves hielt aber sicher.
Schweden überstand noch wenige Sekunden einer Strafe aus dem Startdrittel und erzielte beinahe den Anschlusstreffer. Die Kanadier brachten den Puck aber noch aus dem Slot. Auch Lucas Raymond hatte das 2:1 auf dem Stock, wurde im letzten Moment aber noch von Nurse gestört.
Der Druck der Schweden ließ nicht nach. Der Anschlusstreffer wäre längstens verdient gewesen. Albert Johansson zog auf Höhe des rechten Bullykreises direkt ab, doch Greaves parierte auch diesen Puck. Es war wahrscheinlich die Parade des Spiels.
In der 29. Spielminute musste Greaves ein erstes Mal hinter sich greifen. Jacob Larsson traf mit einem perfekt platzierten Handgelenkschuss zum überfälligen 2:1. Eine Strafe wegen Beinstellens brachte die Schweden zurück ins Spiel. Lucas Raymond glich die Partie nach nur acht Sekunden Powerplay aus. Jack Berglund nahm Greaves entscheidend die Sicht.
Die Kanadier reagierten auf den kassierten Ausgleich und bezwangen Hellberg wenig später ebenfalls auf der Fanghandseite. Dem Kanadier wurde dabei zu viel Platz beim Abschluss gelassen.
Dann schepperte es plötzlich wieder hinter Greaves. Linus Karlsson kam in die Zone, legte an die blaue Linie zurück auf Mattias Ekholm, der mit seinem Geschoss auch den kanadischen Schlussmann überraschte. 3:3. Die anfängliche Dominanz der Kanadier schwand. Das Eröffnungsspiel wurde zu einem offenen Schlagabtausch.
Im Schlussabschnitt hatte Schweden zwei Top-Chancen auf die erstmalige Führung, doch Connor Brown machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die perfekte Übersicht hatte Porter Martone.
In der 53. Minute wurde Dylan Cozens in der neutralen Zone angespielt. Dieser zog los, wurde von einem Schweden noch behindert – die Strafe war angezeigt – und traf aus der Drehung backhand doch noch im Alleingang. Was für eine Einzelaktion des Kanadiers! Mit dem 5:3 siegten die Kanadier im Eröffnungsspiel gegen offensiv starke Schweden.
Porter Martone (Kanada): «Wir sind gut gestartet, ließen im zweiten Drittel zu viel zu aber nach dem letzten Drittel dürfen wir zufrieden sein. Schweden ist großartiges Team. Es ist eine Challenge für uns, auch solche Spiele zu gewinnen. Die WM geht lange und das gibt uns die Zeit, morgen noch besser zu sein.»