Graz99ers legen vor

Josh Currie #64, Eddie Pasquale #80, Cole Bardreau #10, ICEHL Final Game 1 Graz99ers – HC Pustertal, Merkur Eisstadion, © Puckfans.at / Andreas Robanser
Die Graz99ers und der HC Pustertal wollen ab heute ihren jeweils ersten ICEHL Titel sichern und so dem EC Red Bull Salzburg nach ihren vier Titeln nachfolgen.

Dabei warfen die Graz99ers jeweils den EC VSV und Fehervar AV19 mit einem Sweep aus den Playoffs. Die Wölfe hingegen entthronten Salzburg in nur vier Spielen und im Semifinale warf man Olimpija Ljubljana in fünf Spielen aus dem Titelrennen.

Die Hausherren aus Graz starteten besser ins Spiel. In der sechsten Minute war Nicholas Bailen nahe am Führungstor für die Grazer, doch Edward Pasquale rettete mit einer Glanztat. Der erste Treffer lag in der Luft. In der neunten Minute kam Lukas Haudum an den Puck, zog ins offensive Drittel und düpierte mit einem Schuss aus spitzem Winkel Pasquale ein erstes Mal. Der kanadische Schlussmann im Dienste des HC Pustertal machte dabei nicht die beste Figur.

Josh Currie #64, Eddie Pasquale #80, Mikael Frycklund #67, ICEHL Final Game 1 Graz99ers – HC Pustertal, Merkur Eisstadion, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Der Druck nahm kaum ab. Die Pustertaler verhinderten aber einen schnellen Doppelschlag und versuchten selbst offensive Nadelstiche zu setzen. In der 15. Minute kamen die Gäste zu ihrer bisher besten Möglichkeit. Nicolas Wieser war stilsicher.  Es ging schließlich wieder in die andere Richtung. Kevin Roy vollende nach zwei Abprallern bei Pasquale und stellte das Score noch vor der Pause auf 2:0.

15 Sekunden vor dem Pausentee gab es die erste Strafe gegen Pustertal. Trotz zwei guten Abschlüssen konnte das Heimteam noch nicht profitieren. Das Powerplay ging aber zu Beginn des Mittelabschnitts weiter.

Das Grazer Überzahlspiel war noch nicht von Erfolg gekrönt. Nach Ablauf der Strafe versuchte es Cole Bardreau im 2 gegen 1, scheiterte aber am Grazer Goalie. Die Pustertaler Wölfe witterten, das mehr möglich ist. In der 25. Minute gab es eine Druckphase der Gäste und der US-Amerikaner Austin Rueschhoff verkürzte auf 2:1. Es war ein Lebenszeichen der Pustertaler, jedoch stellte Verteidiger Frank Hora den 2-Tore-Vorsprung wieder her.

GRAZ, AUSTRIA, 15, Apr, 2026, Moser Medical Graz 99ers vs. HC Falkensteiner Pustertal. Image shows Edward Robert Nito PASQUALE #80 (HC Falkensteiner Pustertal) & Lukas HAUDUM #21 (Moser Medical Graz 99ers). Photo: Werner Krainbucher

Playoff-Topskorer Lukas Haudum erzielte kurz nach Beginn des Schlussabschnitts im Powerplay seinen zweiten persönlichen Treffer. Damit war das Spiel vorentschieden. Nicholas Bailen setzte mit dem 5:1 den Deckel drauf, wobei Haudum in der 47. Minute beinahe einen Hattrick erzielte. Sein Schuss ging aber an die Querstange. Es spielte praktisch nur noch das Heimteam, das den ersten Sieg in der Finalserie schnörkellos und verdient über die Runde brachte.

Es war zwar erst das erste Finalspiel, aber es war schon fast eine Machtdemonstration der Grazer. Der HC Pustertal muss zuhause in Bruneck reagieren können, sonst könnte der weitere Verlauf der Serie in eine ungemütliche Richtung gehen. Und das schneller, als ihnen lieb ist.

Photo Gallery ICEHL Final Game 1 Graz99ers – HC Pustertal 5:1

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