Finnland wirft Tschechien raus

Finnland zieht dank einem 4:1-Sieg gegen Tschechien ins WM-Halbfinale ein. Die Tschechen haben den Start verschlafen.

Nach anfänglichem Abtasten war die erste Grosschance des Spiels gleichbedeutend mit dem ersten Tor. Ein tschechischer Puckverlust an der Bande führte zu einem 2 gegen 1-Konter der Finnen. Jesse Puljujärvi spielte auf Sakari Manninen, der das Score für Finnland eröffnete.

Kurz vor Drittelhälfte traf Konsta Helenius den Pfosten. Glück für Tschechien in dieser Situation. Das Team von Radim Rulik bekundete bisher grosse Mühe und war offensiv weiterhin unauffällig.

Ein Aufbau von hinter dem eigenen Tor war die Auslösung zum 2:0 für Finnland. Lenni Hameenaho brachte den Puck seitlich auf Josef Korenar, der nach vorne abprallen liess. Dieser Puck wurde zur Vorlage für Anton Lundell, der zum finnischen Doppelschlag vollendete.

Justus Annunen #31, Matyas Melovsky #11, Konsta Helenius #94, IIHF World Championship 2026 QF FIN – CZE, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser

Kurz nach Wiederbeginn war Michal Kempny beinahe erfolgreich, als er mit dem Puck in die Zone fuhr und diesen nur knapp am Tor vorbei platzierte. Auf der Gegenseite liess Tschechien erneut einen 2 gegen 1-Konter zu, den die Finnen erneut lehrbuchmässig ausnutzen. Es war das 3:0 durch Konsta Helenius nach 22 Spielminuten!

Tschechien machte trotz des dritten Gegentreffers nun etwas mehr fürs Spiel. Sie mussten etwas tun, um nochmal zurückzukommen. In der 24. Spielminute war Tomas Cibulka nahe dran, doch es dauerte bis zu einer doppelten Überzahl, bis die Tschechen verkürzen konnten. Filip Hronek zog nach dem Pass von Dominik Kubalik direkt ab und traf ins hohe Eck. In einfacher Überzahl liessen die Finnen keinen weiteren Gegentreffer zu.

Tschechien war nun definitiv im Spiel angekommen und wurde besser. Trotz Chancen von Matyas Melovsky und Hronek blieb es beim 2-Tore-Vorsprung der Finnen.

Jiří Černoch #12, Aatu Räty #34, Tomas Cibulka #65, IIHF World Championship 2026 QF FIN – CZE, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser

Tschechien machte zu Beginn des Schlussabschnitts mehr dafür, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Zuerst rettete Justus Annunen gegen Vozenilek und Kubalik, dann traf Tomas Cibulka die Querlatte. Auch Finnland beanspruchte somit das Glück der Torumrandung.

Eine Strafe gegen Tschechien in der 53. Spielminute konnte Finnland nicht nutzen. Dafür nutzten sie danach einen Wechselfehler der Tschechen konsequent aus. Lenni Hameenaho stürmte los und bezwang Korenar zwischen den Beinschonern zum 4:1 Endresultat.

Stimmen zum Spiel:

Henri Jokiharju: «Unser Plan ist aufgegangen mit dem 4:1-Sieg gegen Tschechien. Wir hatten einen guten Start, einen guten Goalie und waren in Powerplay und Boxplay stark. Das braucht es, um weiterzukommen.»

Sakari Manninen: «Es ist ein schönes Gefühl und es war ein hartes Battle. Wir konnten aber die individuellen Skills ausspielen. Mit diesem Gefühl schauen wir vorwärts auf den Halbfinal.»

Michal Kempny: «Im ersten Drittel kamen die Finnen schnell und schossen die Tore. Wir haben versucht, das Momentum herumzureissen, doch es ist uns nicht gelungen. Wir hatten gute Schüsse und Chancen, aber schlussendlich hat das bessere Team gewonnen.»