99ers vor ersten ICEHL Titel

GRAZ, AUSTRIA, 19, Apr, 2026, Moser Medical Graz 99ers vs. HC Falkensteiner Pustertal. Image shows 3rd 99ers goal. Photo: Werner Krainbucher
Nach gefährlichem Ausgleich der Gäste aus dem Pustertal: Graz99ers holen sich gegen den HC Pustertal mit dem 5:2 Heimsieg den Matchpuck.

Für einmal blieb das Merkur Eisstadion in Graz still. Der Schock stand den Fans ins Gesicht geschrieben. Denn die Wölfe glich zum ersten Mal in der Playoff-Finalserie eine Partie aus. Es ist die Premiere im Finalduell und hätte der Wendepunkt des Spiels sein können. Denn die Gäste aus Südtirol hatten gleich mehrere Pucks zur Führung nach zwei Überzahlsituationen auf der Schaufel. Doch die Partie hatte einen anderen Verlauf.
Im ersten Spiel gelang es dem HC Pustertal lediglich zu einen Anschlusstreffer zu erzielen. In ihrem Heimspiel diente das Tor nur zur Resultatkosmetik, obwohl das Südtiroler Team phasenweise starke Minuten zeigte. So oder so siegten die Graz99ers zweimal mit 5:1 und legten bereits zwei wichtige Grundsteine für den Meisterschaftssieg. Der dritte Sieg für Graz und damit der erste Matchpuck fiel am Sonntagnachmittag 5:2 aus. Immerhin mit zwei Toren für die Gäste – doch das diente nichts weiter als einmal mehr der Resultatkosmetik.

Henry Bowlby #28, Nicolas Wieser #30, Paul Stapelfeldt #18, Frank Hora #3, ICEHL Final Game 3 Graz99ers – HC Pustertal, Merkur Eisstadion Graz, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die 99ers profitierten an diesem Tag zwar von ihrer guten Leistung, der ausschlaggebende Punkt für die Kehrtwende in dieser Partie waren aber auch zwei Fehlentscheide, welche die Schiedsrichter nicht sahen. Etwa als Graz-Captain Korbinian Holzer sich beim Spielstand von 1:1 einen Stockschlag erlaubte, der aber nicht geahndet wurde. Daraufhin zogen seine Teamkollegen los und schossen die Steirer wieder zur Führung.
Für Bruneck kam dieses 2:1 besonders bitter. Denn die Südtiroler konnten zuvor gleich zweimal in Überzahl spielen. Einmal bekanntlich erfolgreich zum Ausgleich, beim zweiten Powerplay biss sich der HC Pustertal aber die Zähne am Grazer Schlussmann Nicolas Wieser aus. Die 99ers kamen mit einem blauen Auge von dieser Unterzahlsituation davon. Und wie die Hockeyweisheit besagt, «solche Tore, die man nicht schießt, erhält man», passte perfekt auf dieses dritte Finalspiel. Und genau diese Kehrwende entschied diese Partie.

GRAZ, AUSTRIA, 19, Apr, 2026, Moser Medical Graz 99ers vs. HC Falkensteiner Pustertal. Image shows Korbinian HOLZER #4 (Moser Medical Graz 99ers), Nicholas Samuel SARACINO #18 (HC Falkensteiner Pustertal) & Nicolas WIESER #30 (Moser Medical Graz 99ers). Photo: Werner Krainbucher

Die Gäste hatten keineswegs einen schlechten Start ins Spiel. Im Gegenteil. Mit dem Verteidiger Austin Rueschhoff war es Pustertal, das mit einer gefährlichen Möglichkeit erstmals Druck in der Partie machte. Die Grazer waren zu Beginn fast ein wenig überrollt von den Südtirolern. Sogar der Import-Verteidiger Kasper Kotkansalo der 99ers, musste kurz Torhüter spielen, indem er mit seinem Stock im Kasten den Puck erfolgreich abwehrte und eine erstmalige Führung der Gäste verhinderte.

JC Lipon #93, Nico Brunner #20, Paul Stapelfeldt #18, ICEHL Final Game 3 Graz99ers – HC Pustertal, Merkur Eisstadion Graz, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die Südtirol hatten zu Beginn nicht nur gute Abschlüsse, sondern machten es mit ihrem starken Backchecking dem Heimteam richtig schwer. Vielleicht lag es auch daran, dass die Grazer ihre Abschlüsse zu kompliziert gestalteten. Doch spätestens gegen Mitte der Partie waren die komplexen Pässe Geschichte.Trotz Anfangsschwierigkeiten waren es die Grazer, die in der Partie mit Kevin Michael Conley in Führung gingen. Der Ausgleich von Jonathon Blum gab zwar kurz Luft für den HC Pustertal. Doch die weiteren vier Tore der Grazer durch Nick Swaney, Marcus Vela und ein doppelter Paul Huber brachen den Gästen definitiv das Genick.

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