Überraschung an der Weltmeisterschaft in Zürich. Lettland bezwingt die USA in einer wilden Schlussphase verdient.
Lettland bezwingt die USA in einer wilden Schlussphase mit 4:2 und sorgt damit in Zürich für ein emotionales Ausrufezeichen. Dabei sah lange vieles nach einem typischen Spiel der USA aus: mehr Scheibenbesitz, mehr Abschlüsse und phasenweise viel Druck auf das lettische Tor. Doch Lettland verteidigte leidenschaftlich, blieb effizient und hatte mit seinem Torhüter sowie einem kompromisslosen Slot-Verhalten die besseren Antworten auf die amerikanische Offensive.
Bereits im ersten Drittel gingen die Letten durch Egle mit 1:0 in Führung, nachdem die USA vor dem eigenen Tor zu passiv agierten und zu viele Spieler nur der Scheibe hinterherschauten. Zwar erspielten sich die Amerikaner im Verlauf des Spiels immer mehr Vorteile, doch im Powerplay fehlte oft die letzte Präzision. Gleichzeitig verhinderte US-Goalie Cooley mit mehreren starken Paraden einen höheren Rückstand.

Im zweiten Drittel wurde die Partie zunehmend physischer. Mehrere Strafen auf beiden Seiten sorgten für zusätzliche Emotionen, ehe Tkachuk nach einem direkten Bully-Spielzug und einem Ablenker zum 1:1 ausglich. Die USA erhöhten danach den Druck deutlich und kamen zu mehr Abschlüssen aus gefährlichen Zonen, konnten das Momentum aber nicht komplett nutzen.
Die Schlussphase entwickelte sich dann endgültig zum Wild Game. Smirnovs brachte Lettland nach einem Rebound von Cooley erneut in Führung, ehe die USA im Powerplay alles nach vorne warfen. Doch ausgerechnet während einer Überzahl musste Cooley zweimal in Breakaway-Situationen retten, um sein Team überhaupt im Spiel zu halten. Nach dem Goalie-Out traf Vilmanis zunächst ins leere Tor zum 3:1. Nur zwölf Sekunden später verkürzte Olivier nochmals auf 3:2, ehe erneut Vilmanis nur neun Sekunden danach mit dem nächsten Emptynetter zum 4:2-Endstand traf. Wilde Schlussphase entschädigt Fans – und Lettland feiert einen emotionalen Erfolg.
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