Tschechien entscheidet ein äusserst knappes und intensives Spiel gegen die Slowakei aufgrund ihrer Effizienz im Abschluss.
Sowohl die Slowakei als auch Tschechien ging mit voller Kampfbereitschaft in dieses Derby. Tschechien hatte zwar die gefährlicheren Möglichkeiten zu Beginn, doch auch die Slowaken versuchten ihr Spiel aufzuziehen.
In der neunten Minute wurde Daniel Vozenilek nach Eintritt in die offensive Zone von den Slowaken zu wenig gestört. So zog er mal ab und sah, wie sein Schuss den Weg ins Tor fand. Der Schuss wurde so präzise abgegeben, dass Samuel Hlavaj ohne Abwehrchance blieb.
Noch vor Drittelhälfte wurden die Slowaken gefährlicher. Josef Korenar konnte die Abschlüsse von Oliver Okuliar und Frantisek Gajdos abwehren. Auf der anderen Seite umkreiste Michal Kempny das Tor und versuchte den Puck an Hlavaj vorbeizubringen. Der Puck landete aber im Aussennetz.
In der 14. Minute scheiterte Martin Chromiak am offenen Tor, als er den Puck nicht richtig traf. Dies war die bisher beste Chance der Slowakei, um das Spiel auszugleichen. Zwei Minuten vor der Pause hatte Tschechien die Möglichkeit, auf 2:0 zu stellen. Doch der letzte Pass war zu ungenau.
Es ging mit dem knappen Vorsprung Tschechiens in die erste Pause. Zudem tauschten sich beide Teams vor dem Gang in die Kabine noch ein paar Nettigkeiten aus.
Der Mittelabschnitt startete relativ ausgeglichen. Nach einem Check von einem Tschechen in den Rücken eines Slowaken, der in der 31. Minute nicht geahndet wurde, gab es nach dem nächsten Angriff der Slowaken die nächsten Nettigkeiten. Michal Kempny und Kristian Pospisil mussten wegen übertriebener Härte in die Kühlbox.
Auch wenn es keine Überzahl war, schlugen die Slowaken in dieser Phase zu. Marek Hrivik kam vor dem tschechischen Tor an den Puck, fuhr etwas aus dem Slot und brachte den Puck seitlich ins Tor. 1:1. Andrej Kollar hatte die nächste Topchance auf dem Stock, diese ging knapp am Tor vorbei. Mittlerweile taten die Slowaken mehr fürs Spiel. Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen.
Dann aber musste Kristian Pospisil auf die Strafbank und Tschechien nutzte die Überzahl aus. Marek Hrivik, der Torschütze des Ausgleichstreffers wurde zum Unglücksraben. Er lenkte einen Abschluss des Tschechen Martin Kaut mit dem Schlittschuh ins eigene Tor ab. 2:1 für Tschechien.
Auf der anderen Seite hätte Sebastian Cederle mit seinem Abschluss nach einem perfekten Querpass ausgleichen können, doch Korenar parierte! In der 38. Minute drehte die Slowakei nochmals auf. Martin Chromiak versuchte es gleich dreimal hintereinander und beim dritten Mal klappte es, als er den Puck über die Schulter von Korenar ins Tor beförderte.
Im Schlussdrittel war noch alles offen. Viele Grosschancen blieben aber aus und doch standen bei der Slowakei nach wie vor mehr Abschlüsse zu Buche. Ab Drittelhälfte wurden auch die Tschechen wieder gefährlicher und gingen erneut in Führung. Roman Cervenka lenkte einen Schuss mit dem Schlittschuh ins Tor ab.
Die Schiedsrichter gingen zur Video-Review, da die Slowaken moniert haben. Auf dem Video sah man, wie Cervenka den Schlittschuh vor der Puckberührung anders hinstellte, um die Richtung zu ändern. Der Treffer zählte, da keine eindeutige Kickbewegung erkennbar war. Riesiges Pech für das Team von Vladimir Orszagh.
Die Slowakei lief weiter an, Hrivik traf den Pfosten und Orszagh nahm das Time-out und den Goalie vom Eis. Chromiak hätte zum 3:3 einschiessen können, doch er vertändelte den Puck, Tschechien verpasste zweimal das leere Tor, brachte aber den knappen Sieg über die Zeit.