Erst Kaffeeplausch, dann Tea-Time: Die Schweiz schenkt nach

Bayley Harewood #77, Simon Knak #8, Brett Perlini #9, IIHF World Championship 2026 SUI – GBR, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser
Die Schweiz siegt gegen Großbritannien mit 4-1.  Es war ein Arbeitssieg der Eisgenossen.

Nach dem österreichischen Kaffeeplausch war am Abend Tea-Time angesagt. Die Schweiz erledigte ihre Pflicht gegen Grossbritannien mit einem 4:1-Sieg, ohne dabei restlos zu glänzen. Über weite Strecken kontrollierte das Team von Head Coach Jan Cadieux die Partie, leistete sich aber zwischendurch genau jene kleinen Nachlässigkeiten, die gegen stärkere Gegner unangenehmer werden könnten. Lange dauerte es bis der erste Treffer in der Swiss Arena fiel, dabei zog Nino Niederreiter auf und davon und ließ am Ende Mat Robson im Tor keine Chance. Mit zwei weiteren Großchancen der Eisgenossen ging es in die erste Pause.

Ben Davies #5, Attilio Biasca #94, Bradley Jenion #8, Mat Robson #20, IIHF World Championship 2026 SUI – GBR, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser

Im Mitteldrittel stellte die Schweiz die Weichen. In der 22. Minute nutzte Nico Hischier einen defensiven Fehler der Briten zum 2:0. Nur wenig später musste Egli wegen Beinstellens auf die Strafbank, doch Grossbritannien konnte aus dieser Gelegenheit keinen Profit schlagen. Stattdessen erhöhte die Schweiz in der 29. Minute auf 3:0. Nach einem langen Shift der Briten waren die Beine sichtbar schwer, die Scheibe kam nach einem Rebound zurück zu Simon Knak, der trocken verwertete.
Ganz durch war die Sache damit aber noch nicht. In der 33. Minute kassierte Halbert wegen Hakens eine Strafe. Das britische Penalty Killing blieb fast die gesamten zwei Minuten auf dem Eis und konnte kaum befreien, doch die Schweiz brachte trotz Druck keinen weiteren Treffer zustande. Kurz darauf wurde es hinten unsauber: In der 35. Minute bekam die Schweizer Defensive einen Rebound vor Goalie Berra nicht sauber wegverteidigt, Josh Waller nutzte dies aus kurzer Distanz zum 1:3 Ehrentreffer für die Briten.

Théo Rochette #93, Joshua Tetlow #24, Mat Robson #20, IIHF World Championship 2026 SUI – GBR, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser

Auch das Schlussdrittel begann aus Schweizer Sicht nicht ideal. Erst musste Niederreiter wegen Beinstellens raus, kurz darauf folgte Riat wegen Spielverzögerung. Großbritannien erhielt damit eine längere Überzahlsituation, konnte daraus aber nichts Zählbares machen. Auf der Gegenseite traf Timo Meier in der 50. Minute nur die Innenstange.
Die Entscheidung fiel dann drei Minuten später in der 53. Minute. Wieder bekam Großbritannien die Scheibe nach mehreren Rebounds nicht unter Kontrolle. Nino Niederreiter setzte nach und schob zum 4:1 ein, für ihn war es sein zweiter Treffer im Spiel. Damit war der Pflichtsieg endgültig gesichert.
Kurz vor Schluss durfte es dann noch etwas Slapstick sein. Berra blieb beim Versuch, die Scheibe aus dem Drittel zu spielen, irgendwie mit dem Stock im Eis hängen. Grossbritannien traf tatsächlich, doch die Schweizer konnten aufatmen: Der Treffer zählte wegen Offside nicht.

Robert Dowd #75, Janis Moser #86, IIHF World Championship 2026 SUI – GBR, Swiss Life Arena, Zürich © Puckfans.at / Andreas Robanser

So blieb es beim 4:1. Die Schweiz war klar die bessere Mannschaft, hatte im Mitteldrittel deutlich mehr Abschlüsse und genügend Kontrolle, um den Sieg nie ernsthaft zu gefährden. Perfekt war der Auftritt nicht. Aber für eine Partie gegen Großbritannien reichte eine solide Vorstellung mit einigen effizienten Momenten. Tea-Time beendet, Pflicht erfüllt.

Stimmen zum Spiel:
Nino Niederreiter: Es war ein souveräner Sieg heute, es war sicher nicht unsere beste Leistung heute aber vier Spiele in sechs Tagen ist auch sehr hart. Das wichtigste ist aber wir haben gewonnen und alle konnten wieder Selbstvertrauen tanken.
Roman Josi: Es war wieder ein wichtiger Sieg. Wir sind gut in das Drittel gestartet, sie haben aber sehr gut verteidigt und wir haben zu viel um das Tor herum gespielt.
SUI Head Coach Jan Cadieux: Gratulation an Großbritannien sie haben wirklich gut gespielt und 60 Minuten gekämpft. Das ist das Schöne am Eishockey – es gibt keinen schlechten Gegner wenn wir nicht 100% bereit sind und dann kann der Gegner es uns schwierig machen und am Ende haben wir es uns schwierig gemacht. Aber auch wir lernen etwas aus diesem Abend.

Photo Gallery IIHF World Championship 2026 SUI – GBR 4:1