
Italien hatte gegen Kanada das Nachsehen. Dies dank unter anderem zwei Treffern des kanadischen Youngsters, Macklin Celebrini.
Die Kanadier begannen wie erwartet druckvoll, doch die Italiener scheuten sich nicht vor Konter und in den Zweikampf zu gehen. Bis zum Aussetzer von Zach Whitecloud an der offensiven blauen Linie, gab es für Italien kaum eine Puckberührung. Von da an waren sie aber im Spiel, als sie merkten, dass man den haushohen Favoriten ärgern kann.
Knappe zehn Minuten hielt die Null bei Italien, ehe Dylan Holloway das Score eröffnete. Fraser Minten schob in der elften Minute nach zum Doppelschlag. Immer wieder setzte Italien mit Einzelaktionen überraschende Nadelstiche. Gegen den Slapshot von Macklin Celebrini in der 17. Minute war Davide Fadani aber machtlos. 0:3. Das Solo von Matt Bradley in Überzahl hätte mindestens den ersten Treffer Italiens verdient.
Macklin Celebrini stand bei der zweiten grossen Aktion der Kanadier im Mitteldrittel im Fokus. Zuvor traf Connor Brown die Torumrandung. Dylan Cozens spielte den Puck vors Tor zum freistehenden Celebrini, der, obwohl er mit dem Rücken zum Tor stand, den Puck mit einem frechen Rückhandschuss in die obere Torecke versenkte.
Während einer Strafe gegen Italien konnte sich Davide Fadani einige Male auszeichnen. Gabriel Vilardi traf die Querlatte, dann kam der Puck wieder zu ihm und wieder war Fadani zur Stelle. Kurz darauf kassierte Kanada ihre zweite Strafe, doch diese blieb von den Italienern trotz Chancen ungenutzt. Cam Talbot hielt die Null für Kanada.
Kurz vor der zweiten Pause dann diese Szene: Italien schoss das vermeintliche 1:4. Die Schiedsrichter revidierten den Treffer noch auf dem Eis, da Bradley den kanadischen Goalie zuvor aus dem Torhüterkreis heraus mit dem Schlittschuh zu Fall brachte. Auch wenn das Videobild das Foul zeigte, nahm Italien die Coach’s Challenge. Nach der Review wurde der On-Ice-Entscheid zum Ärger des Publikums bestätigt.
Daraufhin nutzte Kanada die Strafe wegen Spielverzögerung innert neun Sekunden aus. Evan Bouchard traf auf Vorarbeit von Macklin Celebrini zum 0:5. 25 Sekunden später sorgte Ryan O’Reilly mit dem Doppelschlag für klare Verhältnisse zur zweiten Pause.
In der 42. Minute wartete Macklin Celebrini erneut an seiner Lieblingsposition im rechten Bullykreis, kam zum Schuss, doch sein Geschoss ging knapp daneben. Es war eine weitere Grosschance des Youngsters der San Jose Sharks und ein Anreiz für die Fans, langsam die Kopfbedeckung abzunehmen. Doch auf diesen Moment muss man sich an dieser Weltmeisterschaft noch gedulden. Celebrini blieb der Hattrick noch verwehrt. Vielleicht ja im weiteren Verlauf des Turniers.
Kanada musste mit dem 6-Tore-Vorsprung nun nicht mehr gross was reissen und liess nichts mehr anbrennen. Bis zur 54. Minute, als Italiens Saracino nach einem haarsträubenden Fehlpass noch zu einem guten Abschluss auf Cam Talbot kam. Ansonsten lief Italien je länger, je mehr auf dem Zahnfleisch. Die Kräfte schwanden und Kanada brachte den Sieg ins Trockene.