Mit einem 6:2 Sieg beim HC Pustertal gewinnt Graz99ers auch Game 4 und holt sich mit einem Sweep somit den ersten ICEHL Titel der Klubgeschichte.
Die Graz99ers hatten heute Abend erstmals die Möglichkeit mit einem Sieg sich den ICEHL Titel zu sicher. Zwei 5:1 Erfolge und zuletzt der 5:2 Heimsieg in Game 3 machten dies gegen den HC Pustertal erst möglich. Zahlreiche Fans aus Graz sowie Angehörige der Spieler sind aus diesem Grund auch nach Südtirol mit gereist.
Die Wölfe wollten sich aber in einer erneut ausverkauften Intercabel Arena nicht so einfach geschlagen geben. Beide Teams schenkten sich nichts und nach einem harten Hit von Lukas Haudum und einigen weiteren Spielsekunden gerieten nach genau fünf Spielminuten gleich einmal Nick Saracino und Marcus Vela vor dem Puschtra Tor aufeinander.
Die Grazer suchten wie schon in den Spielen zuvor wieder die rasche Führung. Die gelang dann auch in der 8.Spielminute. Kurz zuvor musste aber Nicolas Wieser eine gute Chance der Gastgeber vereiteln. Zum Treffer, Josh Currie schnappte sich in der gegnerischen Verteidigungszone den Puck und dieser Turnover der Wölfe wurde durch Kevin Roy auch sofort bestraft. In der 10.Minute dann einmal ein seltener Fehler der Graz99ers als man Rok Ticar übersah und dieser ließ sich diese Chance ebenfalls nicht nehmen und glich so rasch für die Hausherren aus.
VierMinuten später dann erstmals ein Powerplay für den HC Pustertal und da gelang den Puschtra durch Mikael Frycklund auch die erstmalige Führung in einem der bisherigen vier Finalspielen. Dies gab den Hausherren einen neuen Schwung und so führten diese nach 20 Spielminuten auch verdient mit 2:1.
Der HC Pustertal kam mit viel Schwung aus der Kabine und so musste Nicolas Wieser bei enem Schuss aus spitzen Winkel durch Alex Ierullo sein volles Können aufzeigen um nicht den dritten Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Der HC Pustertal blieb nun Spiel bestimmend doch Graz konnte in der Folge doch ausgleichen.
Die Grazer hatten dann auch wieder einmal das Glück auf ihrer Seite. In der 31.Minute setzten sich die Grazer einmal kurz im Drittel der Gastgeber fest und Anders Koch spielte einfach den Puck vor das Tor und irgentwie wurde der Puck von einem Fuß eines Pustertal Verteidigers in das eigene Tor abgelenkt. Damit war der Gleichstand wieder hergesellt und kurz darauf gab es auch gleich die Chance auf die Grazer Führung.
Knapp nach der Hälfte des Spiel bekam Graz erstmals in diesem Game 4 die Möglichkeit in Überzahl zu aggieren, dies gelang aber überhaupt nicht und so taten sich die Wölfe recht einfach keinen Gegentreffer zu erzielen. Kurz darauf durfte der HC Pustertal ein zweites Mal mit einen Mann mehr spielen. Nachdem es im ersten mit einem Tor klappte lief der Puck bei den Bruneckern richtig gut und so rettete nach einem Austin Rueschhoff Schuss auch wieder einmal für Nicolas Wieser die Stange.
Als die 99ers komplett waren wurden diese mit einem Break gefährlich. Die Schlussphase bot weitere Chancen. Nach einer guten Chance durch Fryklund war es bei den Grazern Kapitän Korbinian Holzer der mit der Schlussekunde die erneute Führung auf dem Schläger hatte.
Der HCP wurde gleich nach Wiederbeginn erneut gefährlich als Henry Bowlby einen Querpass der Grazer abfing und im direkten Duell gegen Wieser nur knapp scheiterte. Doch die Grazer gingen in der 22.Minute mit der ersten Chance in diesem dritten Drittel wieder in Führung. Der Puck kam scharf zur Mitte, Eddie Pasqualekonnte nur kurz abwehren und so stand Kevin Conley genau zum abfälschen richtig. Damit hatten die Steirer das Spiel wieder gedreht und Bruneck war wieder gefordert. Eine Minute später eine ähnliche Situation vor Wieder doch die Wölfe gelang es nicht erfolgreich abzustauben.
Dies gab dem heimteam einen sichtbaren Schock und so taten sich die Grazer nun leichter das Heimteam von ihrem Tor abzuhalten. In der 49.Minute dann die Vorentscheidung in diesem Finale. Josh Currie zog vor das Tor und scheiterte noch an Eddie Pasquale doch der 33-Jährige Kanadier konnte erfolgreich nachsetzen und sorgte damit für die Grazer zwei Tore Führung.
In der 50.Minute gab Korbinian Holzer nach einer überharten Attake dem HC Pustertal wieder die Chance im Powerplay anzuschreiben. Dieses dritte Überzahlspiel gelang den Hausherren aber nicht ideal und so überstanden die Steirer auch dieses Unterzahl. Die Wölfe gaben aber weiter nicht auf doch Wieser war irgentwie nicht zu bezwingen und so verstrichen die kosbaren Minuten für das Heimteam. Ein Break in der 54.Minute fixierte dann den ersten Liga Titel der Graz99ers. Tim Harnisch zog zusammen mit Lenz Moosbrugger Richtung Pustertal Tor und Harnisch bediente dabei uneigenützig Moosbrugger der mit dem 5:2 sein erstes Ligator erzielen konnte.
Den Schlusspunkt setzte dann der Grazer Michael Schiechl mit dem Emty Net Treffer zum 6:2 Endstand.
Die Grazer können damit alle ihre 12 Playoff Spiele gewinnen und gewinnen den Titel damit erst als drittes Team nach den Vienna Capitals und dem EC Red Bull Salzburg mit einer perfekten Playoff.