
Das US Womens Team zieht mit dem 5:0 Sieg über Schweden zum 5.Mal in Folge in das Olympia Finale ein.
Die USA stehen im olympischen Finale – und das am Ende mit einer Klarheit auf der Anzeigetafel, die das Spiel über weite Strecken so nicht vollständig widerspiegelte. Mit 5:0 setzten sich die Amerikanerinnen gegen Schweden durch, doch die Partie war phasenweise enger und strukturierter, als es das Resultat vermuten lässt.
Von Beginn an traten die USA ruhig und überlegt auf. Keine Hektik, keine überdrehten Aktionen – stattdessen saubere Zonenwechsel, kontrollierter Spielaufbau und frühe Scheibensicherheit. In der 6. Minute nutzten sie eine schwedische Unterzahlsituation bei angezeigter Strafe eiskalt aus: Cayla Barnes traf nach Vorarbeit von Kelly Pannek und Lee Stecklein zur 1:0-Führung. Zu diesem Zeitpunkt war das Schussverhältnis bereits klar zugunsten der Amerikanerinnen verschoben.

Schweden benötigte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, stabilisierte sich danach jedoch sichtbar. Das zweite Drittel entwickelte sich strukturierter und ausgeglichener, als es der Zwischenstand vermuten liess. Die USA hatten weiterhin mehr Abschlüsse – am Ende lautete das Schussverhältnis 34:20 – kontrollierten ihren Slot vor Aerin Frankel sehr konsequent, doch Schweden setzte immer wieder gezielte Nadelstiche. Es waren weniger Abschlüsse, aber qualitativ gute. Einzelne Szenen fühlten sich wie „Stiche ins Herz“ an, ohne jedoch den entscheidenden Durchbruch zu bringen.
In der 30. Minute erhöhte Taylor Heise nach Vorarbeit von Hannah Bilka und Abbey Murphy auf 2:0. Die Amerikanerinnen blieben auch danach bemerkenswert gelassen. Trotz einiger Strafen auf beiden Seiten und kurzzeitigem Druck der Schwedinnen war keinerlei Nervosität erkennbar. Das Spiel war enger, als das Resultat es hergab – aber die USA wirkten jederzeit in Kontrolle.
Die Entscheidung fiel im mittleren Spielabschnitt binnen weniger Minuten. Abbey Murphy traf in der 36. Minute zum 3:0, nur Sekunden später erhöhte Kendall Coyne auf 4:0, was den schwedischen Torhüterwechsel zur Folge hatte. Emma Söderberg kam für Ebba Svensson Traff ins Spiel, doch auch sie konnte den Lauf nicht stoppen. Hayley Scamurra setzte mit dem 5:0 den endgültigen Schlusspunkt.

Was dieses Spiel auszeichnete, war weniger spektakuläre Dominanz als vielmehr strukturelle Reife. Die USA spielten erwachsen, geduldig und diszipliniert. Sie liessen Schweden phasenweise ins Spiel kommen, verloren jedoch nie die Kontrolle über Zentrum und Rhythmus. Der Slot blieb beherrschbar, das Forechecking konsequent, das Tempo situativ angepasst.
Das 5:0 wirkt deutlich – und ist es am Ende auch. Doch wer das Spiel aufmerksam verfolgte, sah eine schwedische Mannschaft, die länger im Spiel blieb, als es der Zwischenstand vermuten liess. Entscheidend war nicht das Volumen, sondern die Effizienz und die Ruhe der Amerikanerinnen in den Schlüsselphasen.
Die USA stehen verdient im Finale. Schweden hingegen muss sich fragen, wie man aus guten Momenten künftig mehr Ertrag generieren kann.
Stimmen zum Spiel:
Kendall Coyne (USA): „Man will ein Spiel immer gewinnen. Eine 5:0-Führung ist komfortabel, aber man muss das Spiel auch zu Ende bringen. Wir haben die gesamten 60 Minuten gut gespielt. Das ist ein wichtiger Sieg heute Abend, und wir sind genau da, wo wir für das Goldmedaillenspiel sein wollen.“
Aerin Frankel (USA):„Das Team vor mir spielt defensiv so stark, dass sie mir die Arbeit leicht machen. Sie machen die Spielzüge vor mir so vorhersehbar, dass ich mich auf meine Aufgabe konzentrieren kann. Wir haben so viel Talent in der Kabine. Es macht einfach riesigen Spaß, mit den besten Spielerinnen der Welt zusammenzuspielen.“
Hanna Olsson (SWE): „Es ist schwer, gegen das beste Team der Welt zu spielen. Sie sind wirklich gut. Wir wollten das Spiel so lange wie möglich bei 0:0 halten und auf ein Powerplay hoffen.Um sie zu schlagen, braucht man eine gute Defensive um sie zu stoppen und selbst ein gutes Powerplay.
Wir sind nun unglaublich motiviert für das Spiel um Bronze. Es wäre Schwedens erste Medaille im Fraueneishockey seit langer Zeit.“
Photo Gallery Olympic Games 2026 Womens Semifinal USA – SWE 5:0