Schweiz bezwingt Tschechien nach Penaltyschiessen

GWG Ivana Wey #13, Michaela Hesová #1, Olympic Games 2026 Womens Hockey CZE – SUI, Milano Santagiulia Arena, © Puckfans.at / Andreas Robanser
Die Schweiz gewinnt ein intensives und über weite Strecken ausgeglichenes Spiel gegen Tschechien mit 4:3 nach Penaltyschiessen und sichert sich zwei wichtige Punkte.

Bereits 92 Sekunden nach Spielbeginn ging Tschechien durch Kristýna Kaltounková mit 1:0 in Führung. Die Schweiz reagierte jedoch prompt: Laura Zimmermann glich in der 8. Minute zum 1:1 aus. Nur eine Minute später brachte Natálie Mlýnková die Tschechinnen erneut in Führung (2:1).
Tschechien nutzte in dieser Phase seine schnellen Umschaltmomente, während die Schweiz zwar präsent war, sich defensiv aber noch nicht stabil zeigte. Die Schussstatistik des ersten Drittels (16:9 für Tschechien) spiegelte diesen Vorteil wider.

Daniela Pejsova #4, Lena-Marie Lutz #71, Olympic Games 2026 Womens Hockey CZE – SUI, Milano Santagiulia Arena, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Im zweiten Drittel zeigte sich ein anderes Bild. Die Schweiz war spielbestimmend, stand defensiv kompakt und kam zu mehreren guten Abschlüssen. Im Powerplay fehlten jedoch die letzte Konsequenz und der Mut zum direkten Abschluss.
Tschechien agierte zurückhaltender, setzte vor allem auf Konter über Natálie Mlýnková. Die physische Spielweise kam den Tschechinnen zunehmend weniger entgegen, zudem wirkten sie ab der 35. Minute müder. Beide Torhüterinnen überzeugten mit sehr gutem Positionsspiel. Die Schweiz entschied das Drittel bei den Torschüssen klar für sich (6:12).

Kateřina Mrázová #16, Rahel Enzler #21, Alina Müller #25 Michaela Hesová #1, Olympic Games 2026 Womens Hockey CZE – SUI, Milano Santagiulia Arena, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Im letzten Drittel startete Tschechien druckvoll, während die Schweiz zunächst zwei Minuten in Unterzahl agieren musste. In der 47. Minute erhöhte Tereza Plosová auf 3:1. Die tschechische Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, auch weil die Schweiz weiterhin Mühe hatte, Abschlüsse konsequent zu suchen.
Eine umstrittene Szene folgte wenig später: Ein unsauberer Check von Andrea Trnková, der auch eine grössere Strafe hätte nach sich ziehen können, wurde mit zwei Minuten geahndet. Die Schweiz nutzte dieses Powerplay konsequent aus. Alina Müller verkürzte in der 50. Minute auf 2:3.
In der 56. Minute parierte Saskia Maurer stark nach einem tschechischen Konter, auf der Gegenseite zeigte Michaela Hesová gleichwertige Reflexe. In der 58. Minute gelang der Schweiz der Ausgleich: Lara Christen lenkte einen Schuss vor dem Tor zum 3:3 ab. Der Treffer war erkämpft, wenn auch aus Schweizer Sicht etwas glücklich.
Die Schlussphase entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. In den letzten rund 90 Sekunden hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können. Die Torschüsse im dritten Drittel (11:6 für Tschechien) unterstrichen die Intensität.

Kateřina Mrázová #16, Tereza Vanisova #21, Alessia Baechler #82, Olympic Games 2026 Womens Hockey CZE – SUI, Milano Santagiulia Arena, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die 5-minütige Verlängerung im 3-gegen-3 brachte Chancen auf beiden Seiten. Beide Teams hatten Möglichkeiten zur Entscheidung, doch die Torhüterinnen verhinderten weitere Treffer. 23 Sekunden vor Ablauf nahm Tschechien ein Time-out. Die logische Folge war das Penaltyschiessen.
Das Penaltyschiessen entwickelte sich zur erwarteten Lotterie. Für die Schweiz trafen Lara Stalder, Alina Müller und Ivana Wey. Auf tschechischer Seite waren Kateřina Mrázová und Adéla Šapovalivová erfolgreich. Mehrere Schützinnen auf beiden Seiten scheiterten oder verfehlten das Tor.

Lara Christen #17, Tereza Vanisova #21, Olympic Games 2026 Womens Hockey CZE – SUI, Milano Santagiulia Arena, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Den entscheidenden Treffer erzielte schließlich Ivana Wey zum 4:3-Sieg für die Schweiz.
Der Sieg der Schweiz war erzittert, insgesamt aber verdient. Nach einem schwierigen Start und zwischenzeitlichem Rückstand zeigte das Team defensive Stabilität, Moral und Durchsetzungsvermögen. Am Ende setzte sich im Penaltyschiessen das glücklichere, aber über die gesamte Spielzeit überzeugendere Team durch.

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