Vor dem ersten Anspiel stellten sich viele die Frage: Was soll ein NCAA-Selects-Team am Traditionsturnier in Davos? Das Spiel schrieb eine andere Geschichte.
Von Beginn an entwickelte sich eine schnelle, technisch hochstehende Partie. Vor allem die NCAA-Mannschaft zeigte in den ersten 20 Minuten eine abgeklärte Leistung und hätte den ersten Treffer des Spiels durchaus verdient gehabt. In der 14. Minute jubelten die Selects bereits, doch die Schiedsrichter gaben das Tor nicht – die TV-Bilder waren aus ihrer Sicht nicht eindeutig genug.
Nach der Pause setzten die Kanadier zwischen der 25. und 31. Minute zu einem Doppelschlag an. Zunächst traf Nate Schnarr, nur eine Minute später erhöhte Brett Seney auf 2:0. Kurz nach Spielmitte folgte durch Masson Shaw das scheinbar vorentscheidende 3:0.
Doch lange freuen konnten sich die Kanadier nicht. Gavin McCarthy verkürzte praktisch im Gegenzug auf 3:1 und brachte die NCAA Selects zurück ins Spiel.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Amerikaner wieder besser in die Partie und erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. In der 48. Minute traf Jake Musa zum 3:2, was bei den Kanadiern in der Schlussphase nochmals für spürbares Zittern sorgte.
Beide Teams dürften im Verlauf des Turniers noch zulegen. Vor allem die NCAA Selects sollten nicht unterschätzt werden. Nach lediglich vier gemeinsamen Trainings, einem langen Flug von Boston nach Zürich und dem Höhenunterschied in Davos sind solche Leistungen keineswegs selbstverständlich.
Trotz der Niederlage haben die Selects eindrücklich gezeigt, dass sie an diesem Spengler Cup durchaus ein Dark Horse sein könnten.