
Das Team des Highlanders KSV setzt sich gegen die Lakers Kärnten mit 3:0 durch und krönen sich erstmals zum AWHL Champion.
Die KSV Highlanders erwischten einen Blitzstart in das Finalspiel. Bereits in der zweiten Minute überzeugte Sara Confidenti mit einem Alleingang, legte dann auf Gaja Pezdir ab, die mit Hilfe des Schoners von Lakers-Torfrau Anja Adamitsch zum frühen 1:0 einschob. Die Steirerinnen kontrollierten auch in weiterer Folge den ersten Abschnitt, konnten aber vorerst nicht erhöhen.
Im Mitteldrittel dauerte es knapp sieben Minuten, ehe es zum nächsten Torjubel kam: In einem Breakaway in Unterzahl bediente Lena Dauböck Marijelle Dijkema, die das 2:0 erzielte. Die Lakers bäumten sich in weiterer Folge noch einmal auf und fanden Chancen auf den Anschlusstreffer vor, konnten aber Anna Horakova nicht überwinden.
Auch im Schlussabschnitt überzeugte Horakova und hielt den Kasten sauber. Die Highlanders spielten schließlich den Titel sicher nach Hause – Lena Dauböck stellte mit einem Emptynetter den Endstand von 3:0 her. Für die KSV Neuberg Highlanders ist es nach ihrem Staatsmeistertitel die zweite gewonnene österreichische Championship.
Lena Dauböck, KSV Highlanders: „Die Mannschaft zeigte eine eiserne Defensive und eine starke Torhüterleistung. Ich bin so stolz auf unsere Mannschaft, dass wir das bis zum Ende durchgezogen haben. Jetzt wird ausgiebig gefeiert.“
Alina Hinum, Lakers Kärnten: „Das Ergebnis im Finale ist natürlich enttäuschend. Wir sind aber sehr stolz auf die Silbermedaille. Nächste Saison werden wir wieder alles geben, um zurück ins Finale zu kommen und dann vielleicht als Sieger hervorzugehen.“
Sabres sichern sich Bronze
Die Sabres St. Pölten eroberten sich mit einem 4:1-Erfolg über die VSV Lady Hawks den dritten Platz der win2day Austrian Women’s Hockey League.Die Sabres St. Pölten starteten wieder deutlich aktiver in die Begegnung, hatten aber erneut – wie schon im Halbfinale – Probleme mit der Chancenverwertung. Die kompakt stehenden Villacherinnen warteten geduldig auf ihre Chancen und bekamen diese auch.
Bei einem clever vorgetragenen Angriff in der achten Minute bediente Lian Chang die AWHL-Topscorerin Liga Miljone im Slot, die zum 1:0 für die Lady Hawks einschoss. Die Reaktion der Sabres kam aber diesmal prompt: Nur eine Minute nach dem Rückstand, störten die Niederösterreicherinnen den Spielaufbau der Lady Hawks erfolgreich, und Madison Laberge bediente Kapitänin Charlotte Wittich, die den Torbann ihres Teams in diesem Turnier brach und für den Ausgleich sorgte.
Im zweiten Abschnitt gingen dann die St. Pöltnerinnen erstmals an diesem Wochenende in Führung: Hanna Obermayr setzte sich erfolgreich an der Bande durch und setzte Kinga Jokai-Szilagyi in Szene, die den Führungstreffer erzielte. Der Knoten bei den Sabres schien damit geplatzt: In der 31. Minute verwertete Ashley Tashiuk einen Rebound nach einem Schuss von Wittich zum 3:1.
Den Schlusspunkt der Begegnung setzte Madison Laberge in der 52. Minute. Die Sabres sicherten sich schließlich mit einem 4:1 die Bronzemedaille. Die „Best-Player-Awards“ gingen an Kinga Jokai-Szilagyi (SAB) und Torfrau Jane Gervais (VLH).
Stimmen zum Spiel:
Charlotte Wittich, Kapitänin der Sabres St. Pölten: „Nach dem verpassten Finaleinzug und dem Druck der letzten Wochen konnten wir nach einem schwierigen Beginn Moral beweisen und uns zu einem souveränen Sieg zusammenraffen.“
Elisa Brunner, VSV Lady Hawks: „Die Sabres waren heute die stärkere Mannschaft, sie sind mehr eisgelaufen als wir und haben verdient gewonnen.“
Zum MVP des Final-4-Turniers in Graz wurde die erst 17-jährige Torfrau und tschechische U18 Team Torfrau Anna Horakova im Diensten der Neuberg Highlanders ernannt, die im Finale einen Shutout feiern durfte.