
Die Graz99ers gewinnen bei Fehervar AV19 Game 4 des ICEHL Semifinale hoch verdient mit 4:1 und ziehen damit erstmals in das ICEHL Finale ein.
Fehervar AV19 war heute zum Siegen gezwungen um nicht bereits nach dem zweiten Heimspiel des Halbfinals gegen die Graz99ers nicht vorzeitig in die Sommerpause geschickt zu werden. Die karten waren aber auch heute klar auf Seiten der Steirer. Diese mussten zwar verletzungsbedingt auf Maxime Lagacé verzichten musste. Für ihn spielte erstmals von Beginn an Nicolas Wieser. Für Wieser war es nicht das erste Spiel gegen Fehervar AV19. Im Grunddurchgang war er zweimal als Starting Goalie gegen die Ungarn erfolgreich.
Die Gäste aus Graz gaben nach nur knapp 30 Spielsekunden durch Michael Schiechl bereits den ersten Torschuss ab. Das Heimteam tat sich erneut schwer wirklich gefährlich vor das Grazer Tor zu kommen.
So wurde Lukas Haudum dann mit einem One-Timer für die Grazer in der siebenden Minute wieder richtig gefährlich aber wieder einmal war es Rasmus Reijola der diese Chance zu Nichte machte. So musste Wieder in der 9.Minute gegen Joel Messner eingreifen. Die Steirer hatten in der Folge sogar noch einen Stangenschuss. Die 99ers kontrollierten in den weiteren Minuten des Startdrittels den Spielverlauf und so gab es in diesen Minuten kaum nennenswerte Szenen auf beiden Seiten. In der 17.Minute musste Nicolas Wieser wie auch eine Minute später wieder einmal richtig arbeiten.
Zum Ende des Startdrittels dann aber die erste Strafe gegen Fehervar AV19. Dieses erste Powerplay gelang den Grazern nicht gerade perfekt und so gab es erstmals in dieser Serie keinen Treffer zwischen diesen beiden Teams.
Die Gastgeber im zweiten Drittel etwas mutiger doch wieder waren es die Grazer die nach einer Haudum Aktion gefährlich wurden. In der 24.Minute gelang den Grazern dann aber durch einen verdeckten Kasper Kotkansalo aber der Führungstreffer. Die Steirer konnten in der Folge nachlegen. So brachte Nick Bailen nur kurz nach der Führung den Puck vor das Fehervar Tor wo Lukas Haudum stand und aus kurzer Distanz nach nur weiteren knapp zwei Spielminuten zum 2:0 abschloss. Nun waren die Gastgeber angeschlagen und so war Haudum in der 28.Minute nach einem Fehler der Teufel erneut gefährlich. Fehervar kassierte nun auch wieder eine Strafe doch die Ungarn hatten durch einen abgefälschten Kuralt eine richtig gute Chance in Unterzahl. Haudum und Bailen prüften in der Folge aber wieder einmal Reijola und vier Sekunden bevor Fehervar AV19 wieder komplett war nutzte Paul Huber eine zu kurze Abwehr des Fehervar Goalies und traf vom Reebound aus in der 31.Minute zum 3:0 für die Graz99ers.
Nun war das Spiel und die Serie gelaufen und so hatten die Grazer das Spiel fest im Griff. Fehervar AV19 zeigte sich in der Schlussphase des Mitteldrittels zumindest wieder aktiver doch wirklich gefährlich vor Wieser kamen sie nicht, so hieß es 20 Minuten vor dem Ende für die Graz99ers verdient 3:0.
Fehervar versuchte wohl in ihren letzten 20 Minuten dieser Saison nochmals zurück in das Spiel und damit in die Serie zu finden. Die Grazer aber meist Herr der Lage, nur in der 46.Minute ging einmal die Ordnung in der Defensive verloren aber Wieser behielt mit etwas Glück sein Tor sauber. Nach einem Bully Gewinn konnte Anze Kuralt etwas glücklich mit einen Abstauber Nicolas Wieser in der 48.Minute bezwingen und so kam wieder Hoffnung bei den Ungarn auf. Dem Heimteam gelang es nun auch immer wieder vor dem Tor der Gäste fest zusetzten und in der 50.Minute kassierten die 99ers durch Paul Huber ihre erste Strafe. Nun hieß es diese Phase zu überstehen und dies gelang noch besser als gedacht. So entwischte Michael Schiechl nach einem Ganahl Zuspiel und bezwang mit etwas Glück Rasmus Reijola nach nur 11 Sekunden in Unterzahl. Die Teufel versuchten es aber weiter und so überstand der bereits neue österreichische Meister diese Phase mehr als souverän. In der Folge ließen die Grazer die Gastgeber nicht wirklich vor das Tor und so versuchten es diese bereits fünf Minuten vor dem Ende mit sechs Feldspieler. So versuchte es Cheek mit einem Schuss aus spitzen Winkel. Dies war auch die letzte gute Chance der Gastgeber da Michael Schiechl praktisch von der eigenen Torlinie 48 Sekunden vor dem Ende den Puck im leeren Fehervar Tor unterbrachte. Damit war endgültig klar das die Grazer mit einem Sweep diese Serie beenden werden. Für Schichl war es zugleich Treffer Nummer 2 in diesem Spiel. Ohne einer Playoff Niederlage geht es somit erstmals in das ICEHL Finale.
Für das Grazer Publikum ist dieser Finaleinzug der 99ers die erste Finalserie im heimischen Punker seit der legendären Elefanten, die von 1992 bis 1994 dreimal im Finale standen aber nie den Titel gewinnen konnten.
Stimmen zum Spiel:
Michael Schiechl (Graz99ers): Man sieht wir sind als Mannschaft eine Einheit und jeder fightet für jeden und ich glaub das war wieder ein verdienter Sieg. Wir sind sehr gut gecoacht und wir ziehen alle am gleichen Strang. Die Goalies halten uns auch immer im Spiel. Es wäre gut wenn es gleich weiter gehen würde aber wir nehmen uns auch gerne diese Tage frei wo wir uns gut regenerieren können.
Head Coach Dan Lacroix (Graz99ers): Wir hatten gute Starts in dieser Serieund wir haben viele Dinge richtig gemacht in dieser Serie. Wir haben auch einige Spieler nicht im Kader gehabt. Goalie Wieser oder Reiner kamen ins Spiel und haben gut geholfen. Unser Spiel mit und ohne Puck war gut. Das zweite Tor heute war sehr wichtig für uns. Nun werden wir ein wenig feiern und dann werden wir auf den Spielplan schauen und uns darauf fokusieren.Die Arbeit ist nun aber nicht getan und wir sind jetzt fertig für das Finale.
Csanad Erdely (Fehervar AV19): Graz war das bessere Team und hat uns größtenteils Dominiert, wir hatten wohl auch unser Momentum aber wir hatten mehr Fehler als in der Serie gegen den KAC. Wir wünschen den Graz99ers alles gute.