Effizienz schlägt Struktur

Finnlands Frauen hatte mehr vom Spiel, Tschechien mehr vom Resultat. Und am Ende zählt genau das.

Die Finninnen starteten aktiver ins Spiel und erspielten sich im ersten Drittel ein leichtes Schussplus (11:7). Doch bereits in der 3. Minute nutzte Tereza Pisteková einen defensiven Fehler konsequent aus: Hoher Eckschuss, 1:0 Tschechien. Ein Treffer aus dem Nichts – aber genau aus der Zone, die Spiele entscheidet.

Finnland blieb bemüht, band sich jedoch selbst. Zwei unnötige Strafen (Tapani, später Karvinen) nahmen Rhythmus und Druck aus dem Spiel. Kurz nach einer tschechischen Unterzahlsituation schlug Tschechien erneut zu: Natalie Mlýnková vollendete in der 18. Minute einen mustergültigen Konter zum 2:0. Wieder kein langes Anlaufen, sondern ein schneller, klarer Abschluss.

Im zweiten Drittel wogte das Spiel hin und her. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch diesmal drehte sich das Schussverhältnis zugunsten der Tschechinnen (12:6). Finnland blieb optisch präsent, verlor aber durch weitere Strafen (Cross-Check, Beinstellen) erneut die Kontrolle über den Spielfluss. Struktur ja – Konsequenz nein.

Im dritten Drittel verwaltete Tschechien das Spiel abgeklärt. Kein Rückzug, keine Hektik, vor allem aber kaum Zugeständnisse im Slot. Finnland nahm 93 Sekunden vor Schluss den Torhüter vom Eis und setzte alles auf eine Karte. Doch echte Nachschüsse oder Rebounds blieben aus. Das Spiel endete, wie es begonnen hatte: leise, aber eindeutig.