Die Slowakei schlägt Finnland überraschen klar

Die Slowakei war im ersten Spiel des Männer Eishockey Turniers in Mailand die organisierte Mannschaft und feiert so einen 4:1 Sieg gegen Finnland.

Zum Auftakt hieß es gleich einmal Titelverteidiger Finnland gegen Bronzemedaillen Gewinner Slowakei.

Der Dritte der letzten Spiele aus der Slowakei erwischte den besseren Start. Was zunächst nach einem taktischen Geduldsspiel aussah, wurde durch einen Fehler der Finnen im Spielaufbau auch in der 8.Minute bestraft. So bekam Juraj Slafkovsky sehr billig zur Scheibe und nutzte dies auch gleich kalt zur Führung aus.

Dass Tempo blieb hoch doch spektakuläre Torsten blieben einmal aus. Auch ein erstes Powerplay konnte Finnland nicht zum Ausgleich nutzten. So ging es mit diesem 1:0 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel kam Finnland besser vor das Tor von  Samuel Hlavaj doch dieser blieb ruhig. Die Slowaken selbst spielten geradliniger. Weniger Kombinationen, weniger Umwege – dafür mehr Direktheit. In der 23.Minute musste wieder ein Slowakei auf die Strafbank und der Druck der Finnen führte  in der 25. Minute zum 1:1 ausgleich. – mustergültig vorbereitet von Armia und Lehkonen. Geduldig gespielt, präzise abgeschlossen.Die Slowakei ließ sich aber  nicht beeindrucken. Sie wartete. Sie blieb kompakt. Und sie nutzte ihre Momente. Dalibor Dvorsky traf zum 2:1 nach schnellen Umschalten. Finnland antwortete mit Druck, aber nicht mit Präsenz vor dem Tor. Viele Abschlüsse kamen von außen. Hlavaj sah die Scheiben, kontrollierte den Rebound und auch die Unterstützung seiner Defensive half das man die Druck Phase Ende des zweiten Drittels überstand.

Im Schlussabschnitt dann die rasche Entscheidungen für die Slowakei.  Delay of Game gegen Miro Heiskanen. In der 50. Minute und dies nutzte erneut der Olympia MVP von 2022  Juraj Slafkovsky um im Powerplay auf  3:1 zu stellen In diesem Moment war klar: Die Slowakei glaubt an sich. Finnland zweifelte nun.Juuse Saros ging dann bereits  früh vom Eis, kam zurück, ging wieder – ein Torhüter-Roulette, das mehr nach Verzweiflung als nach Plan aussah. Die Slowakei blieb abgeklärt. Adam Ruzicka setzte mit dem Empty-Net-Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt.

Der Vergleich mit Turin 2006 drängt sich auf. Damals war Finnland das disziplinierte Schwergewicht, die Slowakei oft der talentierte Herausforderer. Zwanzig Jahre später wirkte es beinahe umgekehrt: Die Slowakei spielte reifer, strukturierter, mental stabiler.