
Nach 12 Jahren standen sich im Bronze Spiel erneut die Schweizerinnen und die Schwedinnen gegenüber, dank Alina Müller setzte sich die Schweiz erneut durch.
Die Schweiz stand zum zweiten Mal in Folge heute in einem Bronze Spiel bei olympischen Spielen. In Peking gab es aber gegen Finnland eine Niederlage. Die heutigen Gegnerinnen aus Schweden stehen überhaupt erstmals seit 2014 wieder in einem Medaillenspiel. Damals musste sich das Drei Kronen Team ausgerechnet den Schweizerinnen geschlagen geben. Für die Schweizerin Nicole Vallario und der Schwedin Maja Nylen Persson gab es zugleich ein direktes Klub Duell zweier New York Sirens Spielerinnen.
Beide Teams begannen dieses Spiel mit sehr viel Vorsicht und so gab es im ersten Abschnitt nur Chancen wenn einem Team ein Fehler unterlief. Dies passierte in diesem Fall eher den Schweizerinnen und so mussten diese froh sein als das erste Drittel mit 0:0 zuende ging.

Wirklich erfingen sich die Schweizerinnen auch im zweiten Drittel nicht. In der 27.Minute zog dann aber einmal Wey alleine auf das schwedische Tor zu und wurde dabei von Thea Johansson gefoult. Den Penaltyshot von Wey konnte aber Ebba Svensson Träff abwehren. So blieb es einmal torlos doch dies änderte sich in der 32.Minute als Mira Jungäker mit einem Schuss genau in das lange Kreuzeck die Schwedinnen in Führung brachte. Dieser Treffer half aber sichtlich den Schweizerinnen mehr als den Schwedinnen. Bei den Eisgenossinnen lief es nun um einiges besser und so benödigte der leichte Favorit dieser Begegnung exakt nur vier Spielminuten um nach einen Pass von Boston Spielerin Alina Müller und Sinja Leemann die vor dem Tor stand den raschen Ausgleich zu erzielen. Knapp vor der Pause waren die Schwedinnen dann nochmals richtig gefährlich aber dank Andrea Brändli war das Spiel auch nach 40 Minuten ausgeglichen.

Der Schlussabschnitt gehörte dann eher der Schweiz, diese fanden durch Baechler und Enzler im Powerplay zwei gute Möglochkeiten auf die Führung vor. Angetrieben von Alina Müller und Kapitännin Lara Stalder suchten die Schweizerinnen nun eher die Entscheidung. Diese schien in der 58.Minute nach einer Strafe gegen Lutz in weite Ferne zu rücken doch wieder hielt Andrea Brändli und ihre Vorderleute das Tor sauber und nachdem Leoni Balzer noch einen letzten Schuss abgab ging es in die Verlängerung.
Dort ging es hin und her wobei immer wieder Alina Müller die Spiel bestimmende Person auf dem Eis war. Sie war es dann auch die der 70.Minute den Puck vorbei an Ebba Svensson Träff im schwedischen Tor unterbrachte und so die Jubelfeier der Schweizerinnen starten ließ. Für die Boston Fleet Stürmerin ist dies damit zugleich auch ihre zweite Bronze Medaille an olympischen Spielen.

Stimmen zum Spiel:
Leoni Balzer (SUI): „Es ist einfach unglaublich. Ich kann es immer noch nicht fassen. Ich bin so stolz. Wir haben eine fantastische Leistung gezeigt. Von Anfang an waren wir als Team so stark und haben füreinander gekämpft. Jeder hat alles gegeben, und es ist unglaublich, wie wir da draußen gekämpft haben. Das haben wir uns verdient.“
Lara Christen (SUI):„Ich kann es gar nicht beschreiben. Es ist so unwirklich. Jetzt wird gefeiert! Wir haben an uns und unser Team geglaubt und nie aufgegeben.“
Alina Müller ist eine großartige Spielerin mit unglaublichen Fähigkeiten. Sie ist so wichtig für uns, und ich bin so stolz auf sie.“
Vanessa Schäfer (SUI):„Ich kann es nicht glauben. Ich bin immer noch fassungslos. Es ist ein surreales Gefühl. Ich denke an unser Team und all die harte Arbeit, die wir in den letzten vier Jahren investiert haben, um diesen Erfolg zu erzielen. Ich bin wirklich stolz auf uns. Ich wäre fast umgefallen, als ich von der Bank kam. Ich war so glücklich. Alle haben gejubelt.“
Andrea Braendli (SUI): „Unglaublich. Es war ein Wechselbad der Gefühle – pure Freude und Erleichterung, als Alina (Müller, Schweiz) das Tor schoss. Ich brauchte einen Moment, um es zu realisieren, und dann dachte ich: ‚Wow, was mache ich jetzt? Es war Wahnsinn ! Ich wusste, dass wir es schaffen können. Ich habe von Anfang an daran geglaubt. Wir brauchten eine Weile, um ins Spiel zu finden, aber in der Verlängerung wusste ich, dass wir es draufhaben. Ebba (Svensson Traff, Schweden) hat auf der anderen Seite wirklich gut gespielt, aber wir haben den Sieg wirklich verdient. Ich war einfach nur froh, dass wir nicht ins Shootout mussten. Ich weiß nicht, ob meine Nerven das überstanden hätten. Ich bin einfach nur glücklich.

Lara Stalder (SUI): „Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Ich weiß gar nicht, was da draußen passiert ist. Es war einfach unglaublich. Es war ein so enges Spiel, das in beide Richtungen hätte kippen können. Ich bin so glücklich, dass ich es mit dieser Mannschaft geschafft habe, das ist etwas ganz Besonderes. Ich fand, dass wir in der Verlängerung ein paar gute Chancen hatten. Wir sind ab dem zweiten Drittel richtig ins Spiel gekommen. Wir wurden immer besser, wir haben uns besser bewegt, sind besser gelaufen und dann, in der Verlängerung, hatten wir meiner Meinung nach die besten Chancen. Ich bin so glücklich. Es war einfach unglaublich.“
Thea Johansson (SWE):„Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll, es ist irgendwie leer. Ich bin super stolz auf uns, meine Teamkolleginnen, die Mädels. Wir haben bei diesem Turnier alles gegeben, aber leider nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns gewünscht hätten. Wir sind alle irgendwie leer, und es ist echt Mist. Aber wir müssen daraus lernen, stärker werden und beim nächsten Mal noch stärker zurückkommen. Wir haben hier ein gutes Turnier gespielt und wollten am Ende eine Medaille gewinnen, aber so ist es nun mal.“
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