Der Titelverteidiger steht wieder im Semifinale

GWG Leonardo Genoni #63, Artturi Lehkonen #62, Olympic Games 2026 Mens QF FIN – SUI, Milano Rho Ice Park, © Puckfans.at / Andreas Robanser
Lange sah die Schweiz in diesem Viertelfinale gegen den 2022 Olympiasieger wie der sichere Sieger aus, am Ende feierte Finnland aber einen 3:2 Overtime Sieg.

Für den Olympiasieger von 2022 in Peking wartete heute im Viertelfinale die Schweiz für die es um den erstmaligen Einzug in ein Olympiasemifinale ging. Bei den Finnen gab es zuletzt krankheitsbedingt wiedre etwas Unruhe im Team aber Trainer Antti Pennanen konnte auf einen vollen Roster zurück greifen.
Die Schweiz begann mit sehr viel Schwung und sichtlichem Selbstvertrauen und so gab es in den Startminuten gleich die eine oder andere gute Möglichkeit auf die Führung. Eine etwas unglückliche Starfe gegen Riat brachte die Finnen aber ins Spiel und nun wurde es ein taktisch geführtes Spiel dass von der Defensive geprägt wurde. Nun war dieses Spiel eher eine Schachbegegnung doch dies beendete der Bestrafte Schweizer Damien Riat mit einem platzierten Schuss aus bereits spitzen Winkel. Zuvor ging die Ordnung der finnischen Defensive kurz verloren als Juuse Saros zu Fall kam. Dieser Führungstreffer half den Eisgenossen und ein ganz genau angesetzter Nino Niederreiter Schuss führte in der 16.Minute sogar zur 2:0 Führung. Die Finnen versuchten zu antworten und so scheiterte Aho an Leonardo Genoni.

Artturi Lehkonen #62, Leonardo Genoni #63, Sebastian Aho #20, Nico Hischier #13, Olympic Games 2026 Mens QF FIN – SUI, Milano Rho Ice Park, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Die Finnen beendeten und begannen das zweite Drittel mit Strafen doch die Schweiz konnte nicht den wichtigen dritten Treffer erzielen und so geriet das Team von Head Coach Patrick Fischer immer mehr unter Druck. So scheiterten Miro Heiskanen wieder einmal an Leonardo Genoni. Einer der wenigen echten Chancen der Schweiz im zweiten Drittel dann durch Sandro Schmid doch auch der finnische Goalie machte seine Arbeit.

Andrea Glauser #43, Leonardo Genoni #63, Sebastian Aho #20, Olympic Games 2026 Mens QF FIN – SUI, Milano Rho Ice Park, © Puckfans.at / Andreas Robanser

Patrick Fischer hatte also in der Pause viel Arbeit und er fand eine Lösung.Nun war das Schweizer Team strukturierter und man erarbeitete sich auch wieder Tor Möglichkeiten. Doch genau in dieser Phase trafen die Finnen etwas glücklich durch einen Schuss von Sebastian Aho der vorbei an Jonas Siegenthaler und Leonardo Genoni ins kurze Eck traf.
Nun konnte man sich auf eine weitere Druckphase des Olympiasiegers einstellen doch wieder arbeitete die Schweizer Defensive gut und man hielt die Finnen lange vom eigenen Tor fern. Erst in den letzten Minuten kam die Schweiz wieder richtig unter Druck. So rettete der erneut starke Leonardo Genoni gegen Granlund und 147 Sekunden vor dem Ende holte Finnlands Trainer Head Coach Antti Pennanen seinen Goalie vom Eis. Die Schweizer Abwehr stand aber wieder gut doch es gelang trotzdem nicht sich wirklich zu befreien und so war es dann in der 59.Minute Artturi Lehkonen der vor dem Tor den Schläger mit dem von Jonas Siegenthaler verhackt hatte und so der Schuss von Miro Heiskanen über die Schlägerschauffel des Schweizers noch abfälschte.
Damit gab die Schweizer Mannschaft ein wichtiges Spiel erneut als besseres Team aus der Hand und musste in eine Verlängerung.
Dort war es dann einmal Sandro Schmid der vor dem Tor an Juuse Saros und zwei verteidiger scheiterte.

Dean Kukan #14, Mikko Rantanen #96, Erik Haula #56, Artturi Lehkonen #62, Nikolas Matinpalo #33, Olympic Games 2026 Mens QF FIN – SUI, Milano Rho Ice Park, © Puckfans.at / Andreas Robanser

In der 64.Minute dann die Endscheidung, Artturi Lehkonen wird ideal bedient und dieser bezwingt im direkten Duell Leonardo Genoni zum 3:2 Siegestreffer. Damit steht die Schweiz wiedre in einem möglichen historischen Spiel ohne Erfolg da. Der Titelverteidiger hingegen steht wieder im Halbfinale.

Stimmen zum Spiel:
Artturi Lehkonen (FIN): „Wir haben in der Pause darüber gesprochen, dass wir einfach weiterkämpfen und nicht lockerlassen wollten. Wir wussten, dass sich Chancen ergeben würden, und wir würden eine nutzen und uns den Sieg hart erkämpfen. „Es ist unglaublich. Ein Tor zu schießen ist immer schön, aber in der Verlängerung und bei Olympia ist es einfach unbeschreiblich.“

Roman JOSI (SUI): In einem wichtigen Spiel führt man 2:0 und versucht, hart zu verteidigen, aber wir haben es einfach nicht geschafft. Man hat das Gefühl, das Spiel die meiste Zeit im Griff zu haben. Ich fand, wir haben auch ein gutes drittes Drittel gespielt, ihnen nicht viel Raum gelassen, und dann haben sie zwei schnelle Tore erzielt. Es ist hart. Das ist im Moment schwer zu verkraften. Es ist schwer zu erklären, warum wir verloren haben, warum Dinge manchmal passieren. So ist der Sport. Es ist jetzt besonders hart, weil man so kurz vor dem Halbfinale bei den Olympischen Spielen steht, gegen all diese großartigen Teams, und dann verliert man so, es sollte einfach nicht sein.“
Leonardo Genoni (SUI): „Es ist schwer zu erklären. Wir hatten einen Plan und haben ihn wirklich gut umgesetzt, aber wir haben keinen Weg zum Sieg gefunden. Wir hatten einige großartige Spielzüge, aber in den letzten fünf Minuten ist es gegen uns gelaufen. Wir konnten kein Tor mehr erzielen. Wir hatten ein paar wirklich gute Wochen, aber im Moment ist es hart. Wir sind enttäuscht. Wir haben fast ein perfektes Spiel gemacht, es ist enttäuschend.“

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Photo Gallery Olympic Games 2026 Mens QF FIN – SUI 3:2 OT