Dänemark mit dem ersten Sieg

Dänemark kann im letzten Gruppenspiel gegen Lettland den ersten Sieg verbuchen. Was die Lage in der Gruppe C unübersichtlich macht. Das grosse Rechnen beginnt.

Dänemark erwischte in Milano einen Start nach Maß und legte den Grundstein zum 4:2-Erfolg über Lettland bereits in den ersten Minuten. Gerade einmal 23 Sekunden waren gespielt, als Nick Olesen nach Vorarbeit von Mikkel Aagaard zur frühen Führung traf. Lettland wirkte in dieser Phase noch unsortiert, leistete sich bereits nach gut drei Minuten die erste Strafe – und Dänemark nutzte das Powerplay konsequent: Aagaard erhöhte in Überzahl auf 2:0 (4:54), Olesen sammelte dabei bereits seinen zweiten Scorerpunkt.
Die Dänen blieben das aktivere Team, kamen mit Tempo über die Flügel und suchten konsequent den Abschluss aus der gefährlichen Zone. Nikolaj Ehlers stellte mit einem sauberen Even-Strength-Tor auf 3:0 (16:28) Dabei leitete HC Pustertal Legionär Markus Lauridsen diesen Treffer ein. Lettland fand offensiv kaum Zugriff, setzte aber kurz vor der Pause ein Lebenszeichen: Roberts Zile verkürzte nach einem schnellen Angriff auf 3:1 (19:44) und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild leicht. Lettland investierte mehr, wurde physischer und störte Dänemark früher im Aufbau. Die Partie zerfiel phasenweise in eine Abfolge von Strafen auf beiden Seiten, der Rhythmus litt. Dennoch gelang den Letten der Anschluss: Eduards Tralmaks traf zum 3:2 (26:47) und brachte Spannung zurück. Dänemark musste in dieser Phase defensiv deutlich härter arbeiten, Torhüter Frederik Andersen blieb jedoch ruhig und stabilisierte sein Team.

Im Schlussabschnitt drückte Lettland phasenweise auf den Ausgleich, nahm in der Schlussphase den Torhüter vom Eis – doch genau das bestrafte Dänemark. Erneut war es Olesen, der mit seinem zweiten Treffer des Abends ins leere Tor zum 4:2-Endstand einschob (57:38).
Die Shot Charts unterstreichen das Bild: Dänemark suchte früh konsequent die gefährlichen Zonen und legte im ersten Drittel den Grundstein. Lettland kam im weiteren Verlauf besser ins Spiel und generierte mehr Abschlüsse aus dem Slot, doch die Effizienz fehlte. Am Ende war es die dänische Frühdominanz kombiniert mit abgeklärtem Management im Schlussdrittel, die den Unterschied machte.