
Die Schweiz hatte mit dem eingespielten und siegreichen Gastgeber USA kein einfaches Los zum Start in die IIHF World Juniors 2026.
Die Schweiz war aber von Anfang an bereit, auch wenn die USA zu Beginn versuchte, ihr Spiel durchzusetzen. Nach einer kurzen Phase kamen die Eisgenossen besser ins Spiel und zeigten starkes Forechecking. Beni Waidacher hatte nach dem Pass von Nolan Cattin die beste Chance in dieser Phase. Kurz darauf prüfte Jonah Neuenschwander US-Goalie Nicholas Kempf.
Die Darbietung der Schweiz machte Freude und sorgte bei den US-Boys teilweise für Verunsicherung. Der Gastgeber hatte sichtlich Mühe mit dem Spielstil der Schweizer. Erst ein Fehlpass in der zwölften Minute führte zur ersten Großchance der US-Amerikaner, doch Teddy Stiga – der Schütze des Gold Medal Goals aus dem letzten Jahr – wollte zu viel. Wegen eines Hakens fasste Jamiro Reber die erste Strafe des Spiels. Die Schweizer zeigten ein starkes Boxplay, überstanden die Unterzahl auch weil Ryker Lee nur die Torlatte traf.
In der 18. Minute hielt Logan Hensler einen Gegenspieler zurück und ermöglichte die erste Überzahl der Schweizer. Diese waren jedoch zu wenig entschlossen und ließen gar zwei Kontermöglichkeiten von Cole Hutson und Brodie Ziemer zu. Christian Kirsch im Schweizer Tor war mehrere Male der sichere Rückhalt und hielt nach 20 Minuten die Null.

Die USA kam mit viel Tempo aus der Kabine und eröffnete das Score in der 22. Minute durch einen platzierten Schuss von Brodie Ziemer. Bei diesem Gegentor stimmte die Zuordnung in der Defensive nicht. Kurz darauf hätte Cole Eiserman gar erhöhen können, doch sein Schuss landete am Außenpfosten. Für die Schweiz war in der Startphase trotz des Gegentreffers auch etwas Glück dabei.
In der 31. Minute hätte die Schweiz den Ausgleich erzielen müssen. Paul Mottard scheiterte aus bester Position, nachdem sich Mike Aeschlimann den Puck in der Offensivzone erobern konnte. Keine Minute später die nächste Szene vor dem US-Tor, allerdings keine schöne: Cole Hutson wurde nach einem Schuss von Gian Meier vom Puck am Hals getroffen und stürzte aufs Eis. Er konnte zumindest seine Beine bewegen, was ein gutes Zeichen war. Aus der Situation war nicht ersichtlich, ob er sich beim Aufprall eine Verletzung am Kopf zugezogen hat. Hutson wurde mit der Trage vom Eis und anschließend ins Spital gebracht.

Das Spiel ging nach diesem Schock zuerst in der Schweizer Zone weiter, wo Kirsch zuerst einen Abschluss parierte ehe es in die andere Richtung ging. Joel Grossniklaus spielte auf Basile Sansonnens an der blauen Linie und dessen Schuss passte haargenau! 1:1 nach 33 Minuten. Anschließend gab es einen langen Unterbruch, einerseits um der USA die Möglichkeit zu geben, die Szene aufgrund eines allfälligen hohen Stocks von Lars Steiner zu überprüfen, was nicht geschah. Andererseits konnte das Spiel erst weitergehen, als der Krankenwagen für Hutson beim Stadion ankam.
Die USA war immer noch unter Schock und so kämpfte sich Cyrill Henry durch die Mitte durch und zog alleine auf Kempf, der seinen Schuss gerade noch parierte. In der 35. Minute patzte dann der sonst tadellose Kirsch, als er den Schuss von Will Zellers aus spitzem Winkel in der nahen oberen Torecke passieren ließ. 2:1 zur zweiten Pause.

Die Schweiz musste den Beginn des Schlussabschnitts mit einem Mann weniger überstehen. Dies gelang dem Team von Jan Cadieux in beiden Unterzahlsituationen, die praktisch aneinander folgten. Die Schweizer witterten die Chance eines Punktgewinns und zeigten sich bei 5 gegen 5 oft in der Offensivzone. In der 51. Minute bot sich die Möglichkeit zum zweiten Mal in Überzahl zu agieren. Das Powerplay war besser als das erste, doch eine richtig starke Chance resultierte nicht daraus.
3,5 Minuten vor Schluss lenkte Kirsch einen Schuss an der Stange ab und verhinderte damit das 3:1 der US-Boys. Diese schienen noch restlichen Saft im Tank zu haben und spielten die Schweiz in der Schlussphase schwindlig. 1:37 vor Schluss ging Kirsch vom Eis, die Schweiz kam bei 43 verbleibenden Sekunden mit 6 gegen 5 noch zu einem Lattenschuss von Lars Steiner. Das war der Schlusspunkt, die USA gewann das Spiel denkbar knapp. Die Schweiz konnte aus diesem Spiel viel Positives für den weiteren Turnierverlauf mitnehmen.
Schweizer Stimmen zum Spiel:
Gian Meier: Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und wir haben gezeigt das wir nicht nur hier sind um mitzuspielen. Es war am Ende sehr knapp.
Cyrill Henry: Wir waren das ganze Spiel sehr solite doch müssen wir über das Spiel noch konstanter sein. Gegen Schweden müssen wir Strafen verhindern und Offensive etwas mehr greieren.
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