
Die Ungarn gewinnen mit einem Schützenfest gegen Großbritannien. Sie können dank fünf Toren den allfälligen Direktkampf um den Abstieg für sich entscheiden.
Eigentlich stand mit Ungarn gegen Großbritannien kein Leckerbissen auf dem Spielplan. Dennoch ging es bei den beiden Teams um viel, etwa darum, wer künftig in der höchsten Division spielen und wer absteigen könnte. Es stand am Dienstagabend zwar noch nicht das letzte Gruppenspiel an, dennoch war es ein Duell, das wohl viel entscheiden wird. Beide Teams standen bislang ohne Punkte da. Und um bekanntlich in der obersten Division weiterspielen zu können, braucht es Punkte.
Die Ungarn starteten besser in diese Partie. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, konnte das Team das erste Mal jubeln. Grossbritannien schien zuerst den Puck nach einem Angriff der Ungaren die Scheibe kontrollieren zu können. Doch sie verloren aufgrund unpräzisen Zuspiels den Puck. Krisztian Nagy bedankte sich für das Geschenk und versenkte den Puck mit einem Handgelenkschuss in der Ecke.
Kurz vor der Pause doppelten die Ungaren nach. Doman Szongoth spielte das Tor perfekt heraus und musste den Puck nur noch im Goal versenken. Der britische Goalie war längst bezwungen, als Szongoth Backhand den Puck ins Netz zimmerte. Der 17-jährige Ungare ist ein Talent schlechthin. Auch gegen Großbritannien verzückt er die über 7000 Zuschauer. Kein Wunder interessieren sich bereits NHL-Teams für ihn. Er könnte der erst vierte in Ungarn geborene Spieler werden, der jemals in der NHL gedraftet wird.
Die Briten kamen vor allem im zweiten Drittel zu guten Chancen, aber auch nur, weil sie gleich dreimal in Überzahl spielen konnten. Die Ungaren waren deutlich effizienter – sogar in Unterzahl mit einem Shorthander zum 3:0. Die Effizienz spiegelte sich auch in der Schussstatistik wider. Ungarn hatte weniger Abschlüsse, dafür waren sie deutlich effizienter. Die Briten waren in ihren Abschlüssen zu ungenau oder versuchten es zu kompliziert. Da konnte auch der britische Superstar Liam Kirk nicht helfen. Gleichzeitig zeigte Torhüter Bence Balzis einen starken Abend. Er wurde mit einem Shutout belohnt.
Eigentlich schien gleich zu Beginn des dritten Drittels die Luft bei beiden Teams draussen zu sein. Ungarn hatte bereits ein souveränes Polster von drei Toren und die Briten dürften wohl schon einen Gedanken an den Abstieg verloren haben. Doch anders als für Großbritannien war für Ungarn das Spiel noch nicht vorbei. Mit Krisztian Nagy und Istvan Terbocs schossen die Ungaren innert einer Minute zwei weitere Treffer und machten letztendlich aus den Briten ein bitteres Gulasch.
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