
Leoni Balzer spielt für das Schweizer Frauen Nationalteam in Mailand doch auch ein wenig Steiermark ist dabei mit im Spiel.
Das olympische Fraueneishockeyturnier geht in Mailand in die entscheidende Phase. Doch ganz ohne österreichischer Beteiligung läuft dieses Turnier nicht ab. So standen gestern gleich zwei österreichische Staatsbürgerinnen gleichzeitig auf dem Olympia Eis in Mailand.
Neben ÖEHV und ICEHL Referee Julia Kainberger, die ihr bereits drittes Spiel leidete stand mit der Schweizerin Leoni Balzer eine Spielerin mit südsteirischen Wurzeln mit auf dem Eis. So kommt die Mutter der für ihren Heimatklub HC Davos Ladies spielenden Leoni Balzer aus dem Bezirk Leibnitz.
Für die 20-Jährige sind diese Spiele zugleich auch ihre ersten WinterSpiele. So genießt sie jeden Moment: „Es ist sehr speziell und ich versuche alles was möglich ist aufzusaugen.“
Für Leoni Balzer ist aber auch wichtig das ihre Familie Vorort ist: „Diese Spiele sind zum Glück sehr nahe und so ist es schön dass meine Familie hier ist.“

Wegen einer Norovirus Erkrankung im Schweizer Team konnte das Schweizer Frauen Team nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Leoni Balzer sieht dies aber sehr nüchtern: „Es mußten Sicherheitsmaßnahmen hergenommen werden. Das ist aber auch nicht so Schlimm da wir uns nur auf den Sport konzentrieren wollen. Diese Entscheidung war das Beste für das Team.“
Sportlich läuft es für Leoni Balzer und ihrem Team bisher recht gut und so zeigt sich die Schweiz-Österreicherin über die ersten drei Spiele recht zufrieden.
Heute am späteren Nachmittag steht aber ein sehr wichtiges Spiel gegen Finnland an. Mit einem Sieg der Schweiz würde im Viertelfinale Schweden warten. Bei einer Niederlage, Kanada oder die USA. „Schweden wäre natürlich gut;“ doch dazu wäre ein Sieg gegen die Finninnen nötig.
Ansonst würde wie bereits erwähnt eines der beiden Teams aus Nordamerika warten. Gegen beide Teams hatte die Schweiz mit Leoni Balzer bereits in den Vortagen gespielt. Zwischen den beiden Team sieht Leoni Balzer leichte Unterschiede, so habe die USA mehr gecycled und ist mehr gegangen und auch mehr Schlittschuh gelaufen als Kanada. „Schlussendlich sind beide aber ein Top Team,“ so Balzer.

Gegenüber Weltmeisterschaften sieht Leoni Balzer auch einige klare Unterschiede: Das Olympia Village mit all den Athleten ist natürlich auch etwas spezielles aber sonst ist es ein Turnier mit mehr Drumherum als bei einer Weltmeisterschaft.“
Sie sieht es aber auch sehr nüchtern und professionell: „Wir spielen auch nur Eishockey.“ Da kann man hinzufügen – sehr gut und ihr und dem Schweizer Team alles Gute für die heutige Aufgabe und dem folgenden Viertelfinale wünschen. Will doch das Schweizer Team am Ende nach 2014 wieder eine Medaille an diesen olympischen Spielen mitnehmen.