
Mackie Samoskevich #11, Dominic James #16, Joel Henry #7
Rogers Place, Edmonton, © Puckfans.at/Andreas Robanser
Die Schweiz verliert klar gegen die USA mit 1:6. Die Niederlage in dieser Höhe ist für die Schweiz ärgerlich. Dennoch hielt die Schweiz teilweise sehr gut mit.
Die Schweiz begann konzentriert und solide. Frech, keck und mit Mut spielten die Schweizer auf. Die USA, sichtlich überrascht von dieser Spielweise, kamen im ersten Drittel kaum zu ausgezeichneten Chancen. Wenn, dann stand mit Kevin Pasche ein stark aufspielender Schlussmann im Tor. Die wenigen Chancen der beiden Teams konnte keines ausnützen und endete mit einem 0:0 gerecht.
Mit dem Start in das zweite Drittel änderte sich das Spiel von Grund auf. Nicht dass das Spiel neu erfunden wurde. Sondern die Amerikaner legten zwei Stufen zu und begannen das Spiel nach Belieben zu dominieren. Dies zeigt sich in der 22 Minute durch den Schuss von Riley Duran, welcher von Torhüter Pasche an die Latte abgelenkt hatte.

Kevin Pasche #30, Dominic James #16
Rogers Place, Edmonton, © Puckfans.at/Andreas Robanser
Als die Schweiz in der 24 Minute bereits die zweite Strafe im zweiten Drittel nehmen musste, fackelten die Amerikaner nicht lange. Nach 53 Sekunden traf Carter Mazur zum 1:0 für die Amerikaner. Das Zuspiel von Mackie Samoskevich und Thomas Bordeleau nutzte Mazur aus. Dabei war Noah Delémont, welcher das erste Spiel gegen Schweden aussetzte, zu weit weg vom Torschützen.
Auf der Seite der US-Boys schaute man etwas bedeppert aus der Wäsche, als Joel Henry zum 1:1 ausgleichen konnte. Der Schweizer vernaschte die Verteidiger der Amerikaner auf kleinem Eis. Im 2-gegen-eins setzte er sich durch und versenkte die Scheibe mit einem schönen Schuss zwischen den Beinen des Torhüters. Am Ende sollte dies der einzige Treffer der Schweizer sein.

Kevin Pasche #30, Matthew Knies #89, Giancarlo Chanton #5
Rogers Place, Edmonton, © Puckfans.at/Andreas Robanser
Mit dem Ausgleich der Schweizer wurden die Amerikaner geweckt. Mit der Tempo Steigerung und mit viel Wucht konnte die USA die Schweiz eine Lehrstunde und am Ende zur hohen Niederlage aufzeigen, wo die Schwächen der „Eisgenossen“ sind. Dabei war ein Spieler im Fokus, welcher in der Schweiz die erste Lizenz löste. Thomas Bordeleau dessen Vater Sebastien Bordeleau beim SC Bern und dem EHC Biel in der Schweizer National League während einer Dekade ein herausragender Spieler war. Er gewann 2004 mit dem SC Bern den Meistertitel und wird von den Fans der Stadt Berner nach wie vor verehrt.
Sein Sohn könnte in die Fußstapfen seines Vaters treten. Bully stark, Zweikampf erprobt, einen schnellen Antritt und ein sehr gutes Auge für das Spiel. Mit seinen drei Punkten im Spiel gegen die Schweiz und mit vier Torschüssen zeigt er auf, was in ihm steckt. Bordeleau Junior kann ein großer Spieler in der NHL werden.
Im nächsten Spiel gegen Deutschland kann die Schweiz theoretisch einen wichtigen Schritt nach vorne in die Viertelfinale tun. Dass die Schweizer in diesem Jahr besser einzuschätzen sind, als die Deutschen liegt auch darin, dass bei dem großen Nachbarn wichtige Spieler fehlen. Als letztes Spiel in der Vorrunde steht dann das Spiel gegen Österreich an. Mit einigen Spielern aus der Nachwuchsliga der Schweiz. Kann den Eisgenossen der Coup auf Platz drei gelingen?
Der Schweizer Joel Henry über das Spiel und seinen erzielten Treffer: 30 Minuten haben wir gut gespielt und dagegen gehalten, dann haben wir auch das Tor erzielt. Wir haben die Energie aber nicht mitgenommen und dann lief es nicht mehr so gut und wir haben die Gegentore erhalten.
Es ist immer schön einen Treffer für das Land zu erzielen und das kann ich als positives mit aus dem Spiel nehmen.
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