Salavat Yulaev und Jokerit stehen in der nächsten Runde

Ufa gewinnt gegen Avangard Omsk Game 6 mit 3:1 und revanchiert sich damit für das Playoff Aus in der vergangenen Saison. Jokerit Helsinki macht mit einem 5:1 Sieg bei Lokomotiv Jaroslavl ebenfalls den Sack zu.

Salavat Yulaev konnte mit einem Heimsieg heute gegen Avangard Omsk die Serie beenden. Einfach würde diese Aufgabe für Ufa aber nicht werden. Gingen doch drei der bisher fünf Begegnungen in dieser Serie an das Heimteam und zusätzlich musste Salavat Yulaev auf einen der verlässlichsten Verteidiger verzichten. Kassierte Grigori Panin doch nachträglich für sein Foul am vergangenen Montag im zweiten Drittel an Denis Zernisov nachträglich gleich eine Sperre von drei Spielen aufgebrummt.
Im Gegensatz zum letzten Spiel gab es heute nach nur wenigen Sekunden durch Alexander Burmistrov die erste Chance in diesem Spiel. Avangard naturgemäß etwas aktiver hatte auch rasch ein Überzahlspiel wobei Brandon McMillan mit seinem Schussversuch die erste Möglichkeit für Omsk vorfand. Ufa kassierte sechs Minuten später die nächste Strafe aus. Dabei absolvierte Danil Bashkirov gleich zwei schlechte Bully und kassierte dafür wegen Spielverzögerung eine kleine Strafe. Avangard gelang ein druckvolles Powerplay wobei Fransen am nächsten an einem Torerfolg dran war. Ufa spielte sehr vorsichtig nur in der 13.Minute gelang dem Heimteam richtig Druck zu erzeugen und dies leitete eine tolle Schlussphase ein. Nachdem Omsk Goalie Igor Bobkov noch einen Verteidigungsfehler mit einem tollen Reflex ausbessern konnte war es zu Beginn der 16.Minute Sakari Manninen der Salavat Yuleav in Führung brachte. Dabei war aber auch etwas Glück im Spiel. Wurde der Torschütze bei der Passannahme vor dem Tor doch durch Yevgeni Grachyov gestört und der Puck stieg in die Luft auf, wobei der Finne im Baseball Style den Puck in das Tor beförderte. Dieser Treffer war bei den Gästen auch in spürbar und Taylor Beck kassierte eine unmotivierte Strafe wegen Stockschlags. Dieses Überzahlspiel nutzte Ufa dann auch zur 2:0 Führung aus. Dabei sprang ein Omark Schuss von der Bande zurück und Teemu Hartikainen stand Goldrichtig um nur noch den Schläger hinhalten zu müssen.
Nun musste von Avangard eine Antwort kommen und diese gelang auch in der 24.Minute. Dabei erarbeitete sich der Zürcher die Scheibe im neutralen Drittel und sein Schussversuch konnte von Juha Metsola nur kurz abgewehrt werden. Den Abpraller verwandelte dann Alexander Yaremchuk zum Anschlusstreffer. Nun drückte Omsk auf den Ausgleich und immer wieder musste Juha Metsola klären. In der 31.Minute leitete Ufa Spieler Maxim Mayorov ein schnelles Break ein und dieses schloss Dmitri Kugryshev mit einem Schuss über die Schulter von Avangard Goalie Igor Bobkov ab. Damit war für Bobkov das Spiel zu ende und Emil Garipov kam in das Spiel. Die Mannschaft von Sven Andrighetto schien diesen erneuten zwei Tore Rückstand aber gut wegzustecken und nur wenige Minuten bejubelte man auch den vermeintlichen erneuten Anschlusstreffer. Yevgeni Grachyov gewann hinter dem Ufa Tor einen Zweikampf und so kam der Puck vor das Tor wo ihn Grachyov und Brandon McMillan erfolgreich versuchten den Puck über die Linie zu drücken. Nach einem längeren Videostudiums wurde das Tor aber aberkannt.
Nun blieben dem KHL Finalisten des letzten Jahres noch 20 Minuten zu Verfügung um zumindest die beiden Tore zum nötigen Ausgleich zu erzwingen. Der Schweizer Sven Andrighetto war es auch gleich der es mit einem Schuss aus spitzem Winkel versuchte doch Juha Metsola kläerte mit der Schulter. Die nötigen Vorteile um sich den Ausgleich zu erarbeiten gelang Avangard nicht, so gab es einen offenen Schlagabtausch wobei Salavat näher dem vierter Tor war. Erst in den letzten sieben Minuten konnte Omsk das Spiel wieder in Griff bekommen. In der 58.Minute erwischte Ufa Spieler Sakari Manninen bei einem Abwehrversuch Roman Manukhov mit dem Schläger im Gesicht und kassierte dafür eine 4 Minuten Strafe.Omsk versuchte es gleich einmal mit sechs Feldspieler doch Garipov kehrte für einen kurzen Augenblick wieder in sein Tor zurück. Außer zwei guten Cody Franson Schüssen und einem guten Versuch von Sven Andrighetto schaute dabei nichts zählbares heraus. Damit ging für Avangard Omsk die Saison um einiges früher zu Ende als erwartet.
Ufa gelang mit diesem Sieg zugleich auch die Revanche an Avangard Omsk, schied man Salavat Yulaev doch im Vorjahr gegen die Bob Hartley Mannschaft im Conference Semifinale aus.
Avangard Trainer Bob Hartley meinte nach dem Spiel das man in allen Spielen die Chance zum gewinnen hatte. „Wir vergaben Chancen und machten Fehler, man gewinnt und verliert aus Team. Ich bin natürlich nicht froh darüber , wir brauchen jetzt einige Tage und dann wird auf die nächste Saison geschaut.“
In der East Conference stehen damit die Viertelfinalpaarungen fest: So trifft Ak Bars Kazan auf Salavat Yulaev und Barys Nur-Sultan trifft auf Sibir Novosibirsk.

Im zweiten Playoff Duell des Tages hatte Jokerit Helsinki heute bei Lokomotiv Jaroslavl zum dritten Mal in Folge die Möglichkeit den Sack in der Best of Seven Serie zu zu machen. Nach drei klaren Auftaktsiegen in Folge und zuletzt zwei Niederlagen zeigte sich dieses Unterfangen für das finnische KHL Team aber als schwieriger als erwartet. Für Lokomotiv konnte das Spiel nicht schlechter beginnen. In der zweiten Minute zog Viktor Loov vor dem eigenen Tor los und brachte den Puck in das Angriffsdrittel und spielte diesen zu Lepisto der weiter auf Henrik Haapala leitete und der ließ Ilya Konovalov keine Chance. In der 3.Minute die erste Strafe im Spiel und erwischte mit Steve Moses einen Jokerit Spieler. Lok ließ sich Zeit und in der 4.Minute konnte Stephane Da Costa mit seinem Handgelenkschuss erfolgreich zum 1:1 abschließen. Jokerit blieb aber die bessere Mannschaft und die Hausherren ließen ihrerseits zwei Überzahlspiele ungenutzt verstreichen. In der 19.Minute die nicht unverdiente Führung für die Gäste. Brian O’Neill brachte dabei die Scheibe in die Nähe des Lok Tors und sein Zuspiel auf Veli Matti Savinainen schloss dieser mit einem One-Timer genau in das Kreuzeck ab.
Im zweiten Abschnitt fand Jokerit wieder als erstes Teams Tormöglichkeiten vor. Ein Kivisto Schuss sowie eine Haapala Möglichkeit wurde vom Lok Tormann aber zunichte gemacht. Die beste Chance auf das 3:1 hatte Brian O’Neill doch auch er scheiterte am Lok Schlussmann. Erst zum Ende des zweiten Abschnitts kam Lok wieder richtig gefährlich vor das Jokerit Tor. Janis Kalnis konnte aber gegen Denisenko und Tkachyov klären.
Im Schlussdrittel versuchte Lokomotiv weiter in der Serie zu bleiben und Vladimir Tkachyov scheiterte in der 49.Minute nur knapp am Jokerit Goalie. Praktisch im Gegenzug aber die Vorentscheidung, dabei war Antti Pihlstrom von der Lok Defensive zu frei vor dem Lok Tor und dies nutzte der 35-Jährige mit seinem bereits dritten Playoff Treffer zur zwei Tore Führung der Gäste.
Acht Minuten vor dem Ende wurde Jaroslavl durch einen Paajarvi Schuss wieder richtig gefährlich doch erneut konnte Jokerit mit einem Tor antworten. Dabei hielt Steve Moses mit etwas Glück dem Puck im gegnerischen Angriffsdrittel und mit einem Schuss schloss er selbst zum 4:1 ab. In der 57.Minute wurde die Sache dann noch ganz klar als Oliver Lauridsen auf 5:1 für Jokerit stellen konnte.
Für Lokomotiv geht damit erstmals seit 2017 eine KHL Saison bereits nach der ersten Playoff Runde zu ende.
Jokerit Helsinki hingegen steht nach 2015 und 2018 zum dritten Mal in einem Conference Halbfinale wo es nun gegen SKA St.Petersburg gehen wird.