Jürgen Penker im Puckfans Interview

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Puckfans.at besuchte den 29-jährigen österreichischen Nationalteam Torhüter in der slowakischen Extraliga und sprach mit dem über die Extraliga, EBEL und das Nationalteam.

Puckfans.at: zuerst zum gestrigen Spiel, war dies ein typisches Spiel von Nitra in dieser Saison?
Jürgen Penker: Ja ich glaube schon. Am Anfang spielen wir gut mit und plötzlich passiert etwas wie ein Gegentor und es ist ein wenig Chaos in der Mannschaft. Die slowakische Liga ist insgesamt ein sehr offenes Eishockey mit vielen guten Situationen und als Torhüter muss man immer bereit und wach sein und schade dass wir gestern verloren haben.

Puckfans.at: Wie kam es über zum Wechsel nach Nitra?
Jürgen Penker: ich war im Sommer zuhause und habe die Augen offen gehalten nach Angeboten und da kam der Anruf das ich in Nitra ein Try-out machen könnte. Für mich war das sehr interessant einmal zu sehen wie es mit dem Eishockey in der Slowakei so ist. Das Try-out war für mich sehr positiv und der Klub hat sich nach den beiden Testspielen sehr um mich bemüht. Auch vertraglich wurden viele Dinge gemacht damit ergab sich eine sehr gute Basis für mich.

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Puckfans.at: Wie ist das Eishockey in der slowakischen Extraliga?
Jürgen Penker: Es ist sicherlich ein klarer Unterschied zu Österreich oder anderen europäischen Ligen. Es wird nicht das kanadische Eishockey gespielt mehr glaube ich das russische mit Kombinationen und Spieler versuchen viel selber, dadurch ist es ein sehr offenes Eishockey, das ist wohl der größte Unterschied.

Puckfans.at: Ist dieses andere System auch eine wichtige Erfahrung?
Jürgen Penker: Auf jeden Fall – bei solchen Spielen ist es anders als wie zum Beispiel in der EBEL. So kann man innerhalb von 10 Minuten drei Breakaways haben und wo man dann aus Tormann sehr gefragt bist. Es ist sicher sehr schwer zum Spielen da man wie gesagt immer hell wach sein muss. Es gibt Spiele wo du kaum etwas zum Tun hast und plötzlich kann es durch 2 gegen1 Situationen in kürzester Zeit drei Mal klingeln.

Puckfans.at: Dein persönlicher Start hat ja mit einer Gehirnerschütterung im ersten Spiel nicht gerade ideal begonnen.
Jürgen Penker: Ich habe mit einer Hüfte von einem Spieler einen Check am Kopf abbekommen und da habe ich eine leichte Gehirnerschütterung abbekommen. Eigentlich hätte ich eine Woche Pause machen sollen, aber da durch das Team rasch in Bedrängnis kam bin ich sehr rasch wieder zurück auf das Eis. Es ist aber zum Glück alles Ok.

Puckfans.at: Die Negativserie hast du mit einem Shutout beendet – wie wichtig war dieses zu „Null“?
Jürgen Penker: Das war sehr sehr wichtig. Die Mannschaft hat unbedingt einen Sieg gebraucht. Wir haben zuvor schwere Niederlagen kassiert aber auch Spiele mit einem Tor Unterschied in den letzten Minuten verloren. In Trencin zum Beispiel wo wir erst in der letzten Sekunde das 0:2 kassiert haben. Solche Niederlagen sind sehr bitter. Darum war dieser Sieg sehr wichtig für uns. Gleich darauf haben wir gegen den Meister aus Kosice gewonnen. Das war für die Moral natürlich auch sehr gut.
Jetzt haben wir einen neuen Trainer und nun schauen wir dass wir wieder in die richtige Richtung gehen.

Puckfans.at:  Jetzt zurück in die vergangene Saison. Wann hast du erfahren das du in Wien bei den Capitals nicht mehr gebraucht wirst?
Jürgen Penker: Das war sehr spät. Ich war mit Wien bis nach der Weltmeisterschaft im Kontakt. Im Juni habe ich dann leider die Absage von den Capitals erhalten.

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Puckfans.at: Wie ist das als Teamtorhüter nach einer Weltmeisterschaft erfährt das man in der heimischen Liga keinen Platz hat?
Jürgen Penker: Ja, ich glaub da haben schon genug Spieler ihren Kommentar dazu abgegeben. Ich glaube Österreich muss sich etwas überlegen damit die heimischen Spieler wieder gefördert werden und nicht bestraft werden wenn sie zum Nationalteam gehen. In meinem Fall gilt das ja nicht da Torhüter 2 Punkte haben. Aber das andere Spieler bestraft werden sollte nicht sein, es sollte eher umgekehrt sein. Teamspieler sollten eigentlich die Spieler sein die fixe Arbeitsplätze in Österreich haben und von den Vereinen auch gewollt werden.
ich glaube es gibt kein Land wo Teamspieler nicht mit offenen Armen bei einem Klub willkommen geheißen werden. Ich glaube wenn ein schwedischer Nationalteamspieler sagt, er will im eigenen Land spielen, dass er sich Sorgen um eine Arbeit machen müsste. Aber wie gesagt Österreich muss sich in dieser Beziehung sicherlich etwas überlegen.

Puckfans.at:  Könnte man da auch die Slowakei als Beispiel herannehmen. Spielen doch, auch durch die finanzielle Situation mancher Klubs sehr viele junge Spieler in der Extraliga?
Jürgen Penker: Ja, auf jeden Fall. In Österreich vergleicht man sich immer wieder mit anderen Nationen aber ich glaube das Problem liegt auch daran das in der EBEL nur 6 österreichische Mannschaften spielen und noch dazu bis zu 10 Ausländer im Kader. Ich glaube es gibt zu wenige österreichische Spieler die in ihren Klubs wichtige Positionen übernehmen.
Wenn man da pro Verein 4 bis 5 Spieler für das Nationalteam rechnet hat man gerade einmal 30 Spieler zur Auswahl und das ist sicher zu wenig.
Wenn man schaut in der Slowakei spielen maximal vier Ausländer, davon viele Tschechen und zusätzlich spielt das slowakische U20 Team noch gegen alle Extraliga Teams. Dadurch gibt es eine größere Dichte an heimischen Spielern und zusätzlich haben sie noch viel mehr Spieler im Ausland als es Österreich hat.

Puckfans.at: Stichwort Nationalteam – wie siehst du deine Chance wenn du jetzt in der Slowakei spielst? Gibt es Kontakte mit dem ÖEHV?
Jürgen Penker: Nein, bisher habe ich noch nichts gehört. Ich glaub das was ich jetzt da mache eine gute Sache für meine Karriere ist und das diese Erfahrung mein Spiel besser machen wird. Es ist aber auch eine Ehre für mich aus praktisch einziger ausländischer Torhüter in der Liga zu sein und für die Arbeit auch geschätzt werde.

Puckfans.at: Im Dezember spielt das Nationalteam  in Klagenfurt unter anderem gegen die Slowakei. Wäre das ein zusätzlicher Reiz im Nationalteam zu spielen?
Jürgen Penker: ja Natürlich, ich hab in der vergangenen Saison bereits zwei Mal in der Vorbereitung gegen die Slowakei gespielt. Aber jetzt muss ich warten ob mit mir Kontakt aufgenommen wird.

 

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